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| Hallo
Freunde,
es spielt sich inzwischen etwas ein. Hier einige Infos, damit Ihr auf dem laufenden seid. 1. Habe heute mit der Dominikanischen Botschaft telefoniert. Warte auf den Rückruf des Generalkonsuls. Habe dort (auch per Mail) unsere Sache kurz vorgestellt und möchte ihn für die Sache als Schirmherr gewinnen. Ich halte Euch auf dem laufenden. 2. Ich habe mit der örtlichen Presse (Rheinische Post) telefoniert und konnte Interesse wecken. Sie werden unsere Sache prüfen und wollen sich nächste Woche wieder melden. Wenn es gut geht, dann werden sie unsere Aktion unterstützen und überregional(Rhein.-Westf.-Zeitungsvertreib) darüber berichten. 3. Martin Posner, ein Webmaster aus dem Frankfurter Raum hat sich uns angeschlossen und hat die Aktion an Grosskunden weitergeleitet. Was daraus wird kann keiner sagen, aber wir sagen schonmal für den Einsatz danke. 4. Ich habe heute Nachmittag mit Santo Domingo telefoniert. Herr Dillmann, freier Korrespondent der "taz" will uns auch so gut esgeht unterstützen. Er gestattete uns, den Artikel, den er eben fertig gestellt hat auf unsere Seite zu übernehmen. Auch einen grossen Dank an ihn. Grenzland-Nachrichten
- Thomas Hoffmann Brüggen (th). Die Flutkatastrophe, die die Dominikanische Republik heimgesucht hat, lässt sie nicht kalt. "Wir alle waren erschüttert", sagen die Betreiber von etwa 20 Internetseiten, die sich mit dem kleinen Land beschäftigen: "Es traf die zweitärmste Provinz des Landes - in deren Hauptstadt Jimaní steht kein Stein mehr auf dem anderen." Und dann taten sich die "Web-Admins" zusammen. Einer von ihnen ist der Brüggener Arno Bolten: "Angestoßen hat die Sache ein Schweizer Kollege", weiß Bolten, " er hat den Stein ins Rollen gebracht." Auf ihren Seiten informieren die Privatleute über das Ausmaß der Katastrophe, die in der kleinen Republik bereits 395 Menschen das Leben kostete, 274 Menschen sind derzeit vermisst. "Tausende Überlebende brauchen dringend Hilfe", berichtete Bolten, "für diese sammeln wir Spenden." Dafür haben die privaten Seiten-Betreiber ein Konto eingerichtet (VoBa Brüggen-Nettetal, BLZ 31062154, Konto Nr. 1441797016). "Dieses Geld soll unmittelbar ohne irgendwelche Abzüge bei den Opfern ankommen", sagen die Organisatoren der Hilfsaktion, "wir arbeiten vor Ort mit aus Deutschland stammenden Privatpersonen wie taz-Korrespondent Hans-Ulrich Dillmann aber auch der deutschen Botschaft zusammen." Zur Zeit sind noch die großen Hilfswerke wie das Rote Kreuz vor Ort und leisten beste Hilfe. Die Webseiten-Betreiber allerdings wollen einsteigen, wenn die "Großen" das Land verlassen haben. "Im Moment gibt es durch diese ausreichend Nahrung und Kleidung in dem Land", sagen die privaten Helfer, "das könnte allerdings zusammenbrechen, wenn sie gehen." Dann wolle man effektiv und sinnvoll einen Beitrag zum Wiederaufbau leisten. Die eingegangenen Spenden werden indes auf der Internetseite der aktiven Initiative veröffentlicht. "Von Anfang an wollen wir Transparenz mit den eingegangen Spenden umgehen", sagen die sich und geben damit Gewissheit, dass das Geld nicht in "dunklen Kanälen" verschwindet. Mehr Informationen gibt es unter www.arno-bolten.de/flutopfer-dr.htm Mail des Herrn Dillmann nach dem Telefonat: Lieber Herr ????, aber ich habe in der hektik leider ihren namen nicht verstanden. Um unsere konversation noch einmal schriftlich zu vertiefen: Es ist genau richtig - lebensmittel und kleidungsgegenstände sind genügend da - und wenn in wenigen tagen oder wochen die aufmerksamkeit verloren geht, dann wird niemand mehr danach fragen, wer was braucht und warum. ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man in dieser situation sich auf den bau einer krankenstation festlegen sollten. mir scheint derzeit als langfristige kurzreaktion nicht wichtiger ist mit den deutschen oder schweizer hilfsorganisationen zu kooperieren, die sich dort vor Ort engagieren werden. Die diakonie katastrophenhilfe will neben der soforthilfe langfristig daran arbeiten, dann die menschen nicht aus gefährdeten gebieten einfach vertrieben werden, sondern halbwegs menschenwürdige unterkünfte an einem anderen platz erhalten. das wird ein problem werden, wenn sich von den dom. behörden niemand mehr darum kümmern wird. und wenn die menschen keinen alternativen lebensplatz finden, werden sie dahin wieder gehen, wo der schlamm sie erst gerade vertrieben hat. Ich schicke ihnen die drei kontakte Die Hilfsorganisationen baten um Spenden für die von der Katastrophe Betroffenen auf die Spendenkonten: - Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online über das Internet www.diakoniekatastrophenhilfe.de/spenden/ - Caritas International: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder online über das Internet http://spende.caritas-international.de - Deutsche Welthungerhilfe: Konto Nr. 1115 BLZ 380 500 00, Sparkasse Bonn und Onlinespenden unter www.welthungerhilfe.de Stichwort "Haiti" . dazu die email-adresse des leiters der diakonie katastrophenhilfe, der sein büro in bogotá hat, aber derzeit hier ist, um die sache zu eruieren und zu planen. ----------------------------------------------------------- Eine tolle Sache, die ihr da aufgezogen habt. Morgen wird in der Tageszeitung www.taz.de eine Reportage von mir aus der Region dazu erscheinen. wenn ihr wollt, könnte ihr diese gerne für die weitere Betextung der Seite verwenden. Hans-Ulrich Dillmann, ich bin freier Korrespondent in Santo Domingo und arbeite für die Tagezeitung, Frankfurter Rundschau, Deutsche Welle. ----------------------------------------------------------- Der Tod kam in SekundenschnelleDie Überschwemmungen nach den schweren Regenfällen in Haiti und der Dominikanischen Republik fordern tausende Menschenleben. Die Nothilfe ist überfordert, die Menschen müssen sich selbst helfen. Noch sind viele Gegenden unzugänglich AUS SANTO DOMINGO von HANS-ULRICH DILLMANN Hispaniola trägt
Trauer. Die Menschen auf der zweitgrößten Karibikinsel, die
sich die Dominikanische Republik und Haiti teilen, beklagen den Tod von
fast 2.000 Menschen auf beiden Seiten der insgesamt 360 Kilometer langen
Grenze. Anhaltende Regenfälle und Schlammfluten haben in weiten Teilen
beider Länder Uferlandschaften und die Umgebung von Flussläufen
unter Wasser gesetzt. In der schwer zugänglichen haitianischen Stadt
Mapou im Südosten des Landes waren am Mittwoch nach Angaben der Agentur
Reuters etwa 1.000 Leichen gefunden worden. Nördlich der haitianischen
Hauptstadt Port-au-Prince verschwand ein ganzes Dorf in den Schlammfluten.
158 Todesopfer sind zu beklagen. In der Umgebung der im Süden gelegenen
Hafenstadt Jacmel starben knapp 200 Menschen. In einer anderen Grauenvolle Szenen spielen sich in dem kleinen Grenzort Jímani im Südwesten der Dominikanischen Republik ab. Menschen starren mit ungläubigem Entsetzen auf Helfer des Katastrophenschutzes und Soldaten, die mit bloßen Händen und nur wenigen technischen Hilfsmitteln aus den braunglitschigen Fluten leichenstarre Familienangehörige graben. Die Reste von fragilen Bretterbuden und aus Lehm und Stroh konstruierten Hütten müssen abgetragen werden, um nach weiteren Leichen zu suchen. Im Krankenhaus des Ortes sind die Toten zusammengetragen, damit sie von ihren Familienangehörigen identifiziert werden können. Ein Haufen schlammbedeckter Leichname - und immer wieder werden neue angeliefert. Dazwischen Überlebende, die verzweifelt nach anderen Familienangehörigen suchen oder wenigstens wissen wollen, ob sie deren Leichen zwischen den Aufgebahrten finden und beerdigen können. Ein ganzes Stadtviertel wurde in dem Grenzort zerstört, der rund 250 Kilometer von der dominikanischen Hauptstadt Santo Domingo entfernt ist. Etwa 13.000 Menschen haben kein Obdach mehr. Eine Frau irrt durch die Straßen, um nach ihren Kindern zu fragen, die sie seit der Unglücksnacht nicht wieder gesehen hat. Sie habe überall nach ihren vier Kindern gesucht, schreit sie verzweifelt, sie habe überall in den Schlammmassen und Schutthalden gewühlt. "Ich habe sie nicht gefunden", sagt die Frau schluchzend. Normalerweise ist das Flussbett des Rio Blanco, des "Weißen Flusses", eine öde weiße Steingeröllwüste, die Grenzregion insgesamt unwirtlich. Die unzähligen Hügelchen und Erhebungen im "Land des Berge", so nannten es schon die Ureinwohner, sind weitgehendabgeholzt, der ehemalige Baumbestand ist zu Holzkohle verkohlt worden. Die Menschen hier leben von der Hand in den Mund und dem wenigen, was der ausgemergelte Boden hergibt. Seit Tagen hatte es in dem sonst völlig trockenen Gebiet sintflutartig geregnet. Erst stieg das Wasserniveau langsam an. Die Menschen machten sich keine großen Sorgen. Niemand warnte sie, dass die Talsperren in den weit entfernt liegenden Zentralkordilleren fast überliefen und kontrolliert geleert wurden. Der Tod kam in der Nacht zum Montag in Sekundenschnelle, als sich die Menschenlängst zum Schlaf niedergelegt hatten. Den Großteil der Häuser hat der Fluss mit sich gerissen, mit allem, was darin war, Erwachsene ebenso wie Kleinkinder. Die kleinen Läden wurden zerstört, die Waren, vor allem Grundnahrungsmittel, verschwanden in den Fluten. Ein Mann konnte sich retten, weil er das Ansteigen des Flusses bemerkte, der seit zehn Jahren kein Wasser mehr geführt hatte. Er alarmierte Nachbarn und rettete so wenigstens einige Menschenleben. "Seit ungefähr zwei Uhr nachts kam der Fluss von den Bergen und um ungefähr fünf Uhr morgens dann die Flut", sagt der Mann, der seit drei Tagen kaum geschlafen hat. Es fehlt an allem. Hilfsgüter und Rettungsgerät in die Region zu schaffen, ist schwierig. Hubschrauber und Hilfsflugzeuge können auf den wenigen vorhandenen, aber überschwemmten Rollbahnen nicht landen. Lkws brauchen Stunden auf den heillos verstopften Straßen. Der Direktor der dominikanischen Katastrophenhilfe Radhamés Lora Salcedo ist völlig hilflos. Statt groß angelegte Hilfsmaßnahmen zu koordinieren, hat er an die Menschen im Land appelliert, sich selbst zu helfen: "Wir haben die Menschen, die ihre Häuser verlorenhaben, aufgefordert, dass sie sich nach einem Familienangehörigen, nach einem Freund, nach einem Nachbarn, einer solidarischenPerson umschauen sollen, die ihnen helfen. Unsere Notunterkünfte sind mangelhaft und es fehlt dort an allem, es gibt nichts, auch keine Sanitäranlagen." taz Nr. 7369 vom 28.5.2004, Seite 10, 164 Zeilen (TAZ-Bericht), HANS-ULRICH DILLMANN Herr Dillmann versprach mir in einem Telefonat am 28. Mai 2004 uns auf dem Laufenden zu halten. Ich danke ihm und sende die besten Wünsche nach Santo Domingo. Ich denke, wir sollten seinen Vorschlag mit der Diakonie Kathastrophenhilfe in Kontakt zu tretenüberdenken. Nicht das uns nachher die Sache über den Kopf wächst und Viele Köche verderben in der Regel den Brei. Unsere Leute vorOrt werden dann die Sache wie angedacht beobachten. Saludos |