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"Mesa
de manzana" - das Culinarium im Garten
Ich werde diese Saison etwas Neues beginnen. Die so genannte "Mesa
de manzana" - das will meinen, das ich wirklich nur einmal
in der Woche hinter meinem Haus oder auf unserer Terrasse eine Tafel
aufbaue, an der maximal 10 Personen Platz finden. 2 Plätze
sind reserviert für meine Lebenspartnerin Eliana und mich und
8 Plätze werden wir für ausgesuchte Gäste vorbehalten,
die einmal so richtig dominikanisch - haitianisch - europäisch
schlemmen wollen. Dann wird ein Tag lang zuhause gekocht, was das
Zeug hält und am Abend wird edel aufgetischt.
Ihr
wisst eventuell aus dem Forum und meinen Webseiten, dass ich eigentlich
gelernter und praktizierender Koch, Gourmet und Slow Food Mitglied
bin und das mir in den letzten Jahren die original Dominikanische
Küche sehr ans Herz gewachsen ist. Speziell die Frische der
Produkte und die große Auswahl auf Samana lassen das Herz
eines jeden Gourmets höher schlagen.
manzana
mit Salat
Für
Touristen stellt sich immer wieder die Frage - Wo bekomme ich denn
richtig originales Essen? Klar, im Hotel denken alle und das stimmt
zum Teil auch. Aber das angebotene Essen wird dann entsprechend
"europäisiert" - sprich verfälscht und in entsprechenden
Mengen produziert. In den echten dominikanischen Comedors bekommt
man zwar authentische Küche, jedoch oftmals in beschränkter
Auswahl. Es gibt dort was es gibt! Aber man muss sich auf die Suche
machen, um einen Comedor seines Vertrauens zu finden. Das kostet
Zeit und nicht immer hat man Glück. Und im Comedor wird das
ganze muy tipico gehandhabt. Ich selber liebe diese Dominikanischen
Restaurants und weiß heute genau - wo ich was esse! Aber ich
esse nicht alles im selben Restaurant.
Ansonsten
bietet Samana die landestypischen Küchen aller Herren und Damen
Einwanderer - entsprechend teuer oder landestypisch angepasst. Bislang
hat sich meines Wissens eigentlich noch kein Europäischer Koch
auf Samana die Mühe gemacht, diese spannende Dominikanische
Küche zu adaptieren. Entweder heißt es in den typischen
Residenten Treffs "futtern wie bei Muttern" - sprich deutsche
Hausmanns - Kost oder "man nehme und macht
." Eigentlich
schade, finde ich. Das erfüllt mit Sicherheit das tägliche
Bedürfnis, günstig und speditiv satt zu werden - hat aber
nichts mit kulinarischen Höchstleistungen zu tun. Und das war
und ist eben meine Nische. Begonnen hatte das bereits im Casa Grande
und bis heute bastle ich privat an "meiner dominikanischen
Küche".
Meine
Philosophie lautet darum seit jeher - ich nehme die besten Grundprodukte,
die ich bekommen kann (und es darf auch ruhig mal etwas teurer sein)
und dann verarbeite ich die nach dem hohen europäischen Koch
- Standard und mache etwas Neues daraus. Sprich, ich "adle"
die einheimischen Klassiker kulinarisch und serviere sie meinen
Gästen und Freunden wie ein Gourmetkoch. Das bedeutet, dass
ich sie meistens in ein völlig neues Licht setze - entsprechend
phantasievoll anrichte und neu arrangiere. Das Ganze verteile ich
auf vier bis fünf Gänge pro Abend. Dazu serviere ich jeweils
einen tollen & passenden internationalen Wein (sicherlich keinen
Fusel), den man heute auch auf Samana zum Teil zu vernünftigen
Preisen bekommt. Eliana zaubert danach einen echten Samana Kaffee
(der wächst fast hinter dem Haus) und ein süßes
Schmankerl (Postre) und als Digestiv gibt's dazu das Beste, was
die Insel an Rum zu bieten hat. Sprich es gibt auch Barbancoure
aus Haiti. Abgerundet wird der Abend für Kenner mit edlen Zigarren
und Zigarillos aus dem Cibao - der Tabakregion der Insel.
Der
Abend findet immer im privaten Rahmen bei mir zuhause bei toller
dezenter einheimischer Musik, stimmungsvollem Kerzenlicht und mit
immer anderen Gästen statt, die ich über das Internet
oder auf Empfehlung zu Tisch bitte und die auch bereit sind, einen
entsprechenden Obolus zu entrichten. So ein Menü mit allem
Drum und Dran wird sicherlich nicht billig sein, aber was zählt
ist, was dabei rüberkommt. Und für europäische Verhältnisse
wird es sich im Rahmen halten, denn ich kaufe ja vor Ort bei den
besten Händlern und Produzenten ein. Und die werden dann auch
genannt, wie sich das gehört. So können sie selber bei
diesen Leuten einkaufen und etwas leckeres ausprobieren. Denn das
jeweilige Rezept werde ich als Dreingabe beilegen.
Ich
werde mich in den nächsten Wochen und Monaten auf die Suche
machen und verschiedene Fischer, Bauern und Händler kontaktieren
und ihnen klarmachen, um was es mir geht. Ich möchte das Beste
vom Besten und werde die dann auch bei Slowfood international vorschlagen
uns sie mit dieser Geschichte vertraut machen.

Mehr
zu Slow Food siehe Links am Ende des Textes.
Wer also Lust hat auf Langusten, Meeresfrüchte, Fische, Chivo,
Käse und all die leckeren Dinge hat, die es bei uns gibt -
der kann bei uns einen Abend erwarten, an dem alles stimmt. In gemütlicher
Runde lässt sich besser plaudern als in einem Hotel mit neugierigen
Menschen am Nachbartisch oder in einem lebhaften öffentlichen
Restaurant irgendwo an der Playa. Ansonsten koche ich öffentlich
nur noch an speziellen Events Ein eigenes Restaurant wird eventuell
irgendwann wieder mal realisiert aber wahrscheinlich nicht in und
um Las Terrenas. Auch da gibt es bereits gewisse Überlegungen
und die behalte ich vorerst noch für mich.
Und
bei den Mesas de manzana werden dann spannende Touren ausgeheckt,
bei denen ebenfalls alles hoffentlich stimmt. Und eventuell werden
aus Gästen Freunde, mit denen man sich gerne zu anderen Aktionen
trifft.
Links zum Thema:
Neu gibt es eine Galerie mit den "best of" Fotos zur Mesa de manzana - siehe hier:
http://www.the-samana-page.com/samana_bildersammlungen/samana_page_mesa_de_manzana_gallery.html
Weiterführende Links:
" http://www.slowfood.com
" http://www.slowfood.de
" http://www.slowfood.ch
" http://www.seehotel-baeren-brienz.ch/
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