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Die Loma Alto Es gibt Dinge, die einem am Herzen liegen und Dinge, die einem mehr oder weniger egal sind. Mir sind die Strände mittlerweile recht egal, denn mal ganz ehrlich - was sieht man an einem Strand? Erstens, das Meer - ok schön, das Meer - und zweitens bei uns meist Sand. Oder Kiesel, Felsen, ein paar Palmen (eine Grasart), eine Piste und ab und an einen Fischer. Aber eigentlich sieht man bei uns eher weiss häutige Menschen, immer ölig von Kopf bis Fuß, entweder am Schlafen oder das Gesicht oft hinter Harry Potter versteckt (war gerade in der Bestsellerhitparade). Man sieht den blauen Himmel und ab und an einen Motoconcho. Eventuell trifft man einen Souvenirverkäufer und wenn er mich sieht, spart er sich meistens seine Sprüche, denn er weiß, dass ich sie bereits auswendig kenne. Also Strände sind nicht mehr so mein Ding. Sie sind einfach da - beschwerlich zum Laufen und das kann man bei uns stundenlang, wenn einem danach ist. Warum laufen Menschen stundenlang an einem Strand rum? Es ist immer das gleiche - es folgt Bucht auf Bucht und ab und zu eine Kneipe oder ein Hotel. Oder warum liegt man bald tagelang an einem Strand rum? Ich weiß es nicht - weil das Wasser gleich da ist? Dann doch lieber ein kühler und sauberer Fluss? Das ist zumindest Süßwasser. Ok, ok muss jeder selber wissen und wer's braucht, der soll sich keinen Zwang antun. Jedem das Seine! Eigentlich geht es ja um die Loma Alto. Was ist das? Es handelt sich um den Gebirgsrücken, der sich über die ganze Halbinsel Samana erstreckt - vom Anfang bis zum Ende. Hinter Rincon erhebt sich die Loma Alto bis auf 800 m und bei Laguna Grande zwischen Sanchez und Las Terrenas immerhin bis auf 600 m. Ab Meeresspiegel - sprich null Meter - sind 600 m schon eine ganze Menge. Und bei Los Fuentes - da wo es langsam wieder Richtung Las Terrenas den Berg runter geht, da biegt man ab und verlässt die eh schon schlechte Asphaltstrasse und fährt ab dann auf einen Feldweg. Diese "Strasse" geht zumindest bis Rancho Espaniol und das sind über 20 km. 20 km offroad - 20 km über Stock und Stein, Hügel rauf und Hügel wieder runter. Das ist nichts für Warmduscher. Das ist Cameltrophy Fehling pur. Und vor allem ist es Natur pur. Das ist keine Touristenstrasse sondern hier kann man die Beine seines Autos oder Motorrades testen und es ist auch nichts für ein normales Auto. 4x4 ist hier zumindest angesagt - am Besten ein echter Allrad und noch besser ein echter Jeep. Hier braucht man auch kein festes Dach, denn wenn man groß ist, muss man auf seinen Kopf achten, denn sonst knallt der ab und an an die Wagen - Decke - aua aua! Was macht ein Muschelsucher auf der Loma Alto? Nun zumindest kann er hier versteinerte Seeigel direkt bei den Einheimischen kaufen. Die graben sie hier aus dem Boden. Ansonsten sieht er von hier ab und an auch das Meer - von ganz weit oben zumindest. Ansonsten sieht er hier lauter Sachen, die man am Strand sicherlich nicht findet. Außerdem wohnen hier Menschen. Echte, authentische Leute, die seit Generationen hier oben leben und das eigentlich recht einfach aber gut. Nun, bei meinen Touren nehme ich nicht jeden
mit auf die Loma Alto. Die Chemie muss stimmen. Und ich muss merken, dass
sich die Gäste für Land und Leute interessieren. Und zart besaitet
dürfen sie auch nicht gerade sein, denn alleine diese Strassen -
oder besser die Pisten - sind nichts für Sonntagsfahrer und Beifahrer.
Und klar kostet so eine Tour ihren Preis und wer sie alleine machen will,
der kann sich ein Auto mieten und los geht's. Doch da fängt das Problem
meistens bereits an. Denn wie gesagt - ein Allrad sollte es schon sein.
Und wenn die Piste nicht trocken ist, dann kommt so mancher Automobilist
auf die Welt. Und wenn dann auch noch die holde Gattin verkrampft auf
dem Beifahrersitz ausharrt, dann können Diskussionen entstehen, die
nichts mit unbeschwerter Urlaubsstimmung zu tun haben. Aber das muss jeder
selber wissen und mit meinen Bildern hoffe ich ihnen einen kleinen Eindruck
verpasst zu haben. Touren
zur Loma Alto biete ich gerne in Kombination mit anderen Hotspots auf
Samana an und eines ist klar. Ich mache keine Sonntagsausflüge! |
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Samana Lifestyle |