|
Sie
interessieren sich für die geschichtlichen Hintergründe
ihres Reiselandes. Hier finden sie einen chronologischen Abriss
der Geschichte Hispaniolas von Christoph Kolumbus bis heute.
©
2000/2001 by Edition Areion®
6. Dezember 1492
Nachdem Christoph Kolumbus auf seiner ersten „Westindien“-Reise
mit der Landung auf der winzigen Karibik-Insel Guanahani (Bahamas)
am 12. Oktober 1492 erstmals amerikanischen Boden betreten hatte
und zwei Wochen später nach Kuba gelangt war, landet er nun
auf einer weiteren, sehr gebirgigen Insel, die von den Eingeborenen
„Quisqueya“ (Mutter der Erde) bzw. „Aiti“ (bergiges Land) genannt
wird. Kolumbus gibt ihr den Namen „La Española“ (kleines Spanien;
lat. Hispaniola).
(Bis zu seinem Tod im Jahre 1506 war der Entdecker Amerikas davon
überzeugt, den westlichen Seeweg über den Atlantik nach
Hinterindien gefunden zu haben; deshalb der Name „Westindien“ für
die Inselwelt vor Zentralamerika und die Bezeichnung „Indios“ bzw.
„Indians“ für die Ureinwohner Amerikas; die Bezeichnung „Karibik“
dagegen ist von dem Volksstamm der Kar(a)iben abgeleitet, die ab
dem 13. Jahrhundert die auf den Mittelamerika vorgelagerten Inseln
ansässigen friedlichen
Arawak [auch Taino genannt] unterworfen bzw. vertrieben hatten
und als äußerst kriegerisch galten sowie als Menschenfresser
gefürchtet waren.)
24. Dezember 1492
Christoph Kolumbus baut aus dem Holz seines auf Grund gelaufenen
Flaggschiffs Santa María an der Nordküste Hispaniolas
ein kleines Fort und nennt es, dem Datum entsprechend, „La Navidad“.
1493
Christoph Kolumbus kehrt nach Hispaniola zurück und gründet,
da das Fort La Navidad von den Indianern inzwischen zerstört
ist, etwas weiter westlich die erste aus Stein gebaute europäische
Siedlung in der „Neuen Welt“, die er zu Ehren der spanischen Königin
Isabella I. (ohne ihre Unterstützung wäre die erste Reise
von Kolumbus niemals zustande gekommen; darüber hinaus verdankte
er vor allem ihr seine Ernennung zum Vizekönig über alle
eventuellen Landentdeckungen) „La Isabella“ nennt.
1496
Christoph Kolumbus bringt während seiner zweiten „Westindien“-Fahrt
die ersten spanischen Siedler sowie seine Familie nach Hispaniola
und macht seinen Bruder Bartolomé zum Gouverneur der Kolonie.
Dieser gründet an der Südküste „Nueva Isabella“,
das spätere Santo Domingo (heutige Hauptstadt der Dominikanischen
Republik), das lange Zeit als Verwaltungsmittelpunkt aller spanischen
Besitzungen in der „Neuen Welt“ fungiert.
Ab 1497
Nachdem die Spanier auf der Insel Gold- und Silberminen entdeckt
haben, zwingen sie die auf der Insel lebenden Arawak-Indianer zur
Zwangsarbeit in den Bergwerken. Diese sind jedoch weder der harten
Arbeit noch den von den Europäern eingeschleppten Krankheiten
gewachsen. Nach nur einem Jahrzehnt sind die Indianer Hispaniolas
(und auch die von anderen Inseln herbeigeschafften) nahezu vollständig
ausgerottet. Doch auch die Goldvorräte sind bald erschöpft,
und die Kolonisten beginnen mit dem Anbau von Zuckerrohr. Für
die Arbeit auf den Plantagen „importieren“ sie schwarze Sklaven
aus Westafrika.
1509
Diego Colón, Christoph Kolumbus' Sohn, wird Vizekönig
von Hispaniola. Er läßt in Nueva Isabella nicht nur einen
Palast und ein Kloster errichten, sondern beginnt auch mit dem ersten
großen Kirchenbau auf amerikanischem Boden.
1511
Der Dominikaner Antonio de Montesinos klagt in seiner Adventspredigt
in Santo Domingo vor den Kolonisten Hispaniolas die Mißhandlung
der Indianer Lateinamerikas an. Die daraufhin von Spanien verabschiedeten
Indianerschutzbestimmungen kommen für die Arawak auf den karibischen
Inseln allerdings zu spät.
1533
Ein Aufstand der letzten Indianer Hispaniolas (von einst etwa 300.000
leben noch rund 4.000) unter der Führung des bereits getauften
Häuptlings Enriquillo wird niedergeschlagen, und die Überlebenden
werden in einem Reservat unterbracht, wo sie wenige Jahre später
endgültig aussterben.
1538
In Santo Domingo wird nach einem Erlaß des Papstes die erste
Hochschule Amerikas gegründet.
1541
In Santo Domingo wird die Kathedrale Santa María la Menor
eingeweiht (angeblich ruhen dort die sterblichen Überreste
von Christoph Kolumbus).
1586
Der englische Freibeuter Sir Francis Drake legt ihm Auftrag seiner
Königin Elizabeth I. Santo Domingo in Schutt und Asche.
Ab 1600
Niederländische und englische Piraten greifen die Insel Hispaniola
häufig an und setzen sich im Nordteil fest.
1602
Der spanische König läßt Puerto Plata, das Piratenzentrum
im Norden Hispaniolas, zerstören.
1657
Französische Piraten („Bukanier“ genannt) lassen sich auf der
vor Hispaniola gelegenen Insel Tortuga (Schildkröteninsel)
nieder und beginnen von dort aus mit der Eroberung West-Hispaniolas.
1686
Ein schweres Erdbeben verwüstet die Insel Hispaniola.
1697
Spanien tritt den Westteil Hispaniolas offiziell an Frankreich ab,
der sich unter dem Namen „Saint Domingue“ dank der Zuckerrohr-,
Tabak-, Kaffee- und Kakaoplantagen zu einer blühenden Kolonie
und schon bald zur reichsten französischen Besitzung entwickelt.
Cap Français (heute Cap Haïtien), die damalige Hauptstadt, wird
allgemein als „karibisches Paris“ bezeichnet.
1791
In Verbindung mit der Französischen Revolution erheben sich
in Saint Domingue die schwarzen Sklaven, angeführt von dem
entlaufenen Sklaven Toussaint Louverture.
1793
Obwohl Frankreich die Sklaverei abschafft, geht der Bürgerkrieg
in Saint Domingue unvermindert weiter und greift auch auf den noch
spanischen Ostteil Hispaniolas über. Schwarze und Mulatten
kämpfen nun gemeinsam gegen die weißen Grundbesitzer.
1795
Spanien tritt im „Frieden von Basel“ seinen Teil Hispaniolas offiziell
an Frankreich ab; doch Toussaint Louvertures, der inzwischen die
völlige Unabhängigkeit für die gesamte Insel anstrebt,
kämpft weiter, bis ihm letztendlich die Vereinigung der beiden
Inselteile gelingt.
1802
Napoleonische Truppen landen auf Hispaniola, nehmen Toussaint Louverture
gefangen und übernehmen die Macht. Gleichzeitig ruft Toussaints
Nachfolger Jean-Jacques Dessalines zum bewaffneten Kampf gegen die
Franzosen auf.
Ende 1803
Die Franzosen müssen kapitulieren und ihren Rückzug von
der Insel Hispaniola antreten.
1. Januar 1804
Jean-Jacques Dessalines erklärt Hispaniola unter dem Namen
„Haiti“ für unabhängig von Frankreich und ernennt sich
selbst als Jacques I. zum Kaiser.
1806
Kaiser Jacques I. wird ermordet; daraufhin kommt es zu blutigen
Machtkämpfen zwischen Schwarzen und Mulatten, wodurch es den
spanischstämmigen Bewohnern im Osten, die sich die friedlichen
Zeiten unter der Oberhoheit Spaniens zurückwünschen und
sich als „Dominicanos“ bezeichnen, mit britischer Hilfe gelingt,
den vormals spanischen Teil Hispaniolas zurückzuerobern. Wenig
später entsteht im Süden auf dem vormals französischem
Gebiet eine Mulattenrepublik mit A.S. Pétion an der Spitze,
während der Schwarze Henri Christophe als Henri I. über
ein nördliches Königreich herrschte.
1814
Der Ostteil Hispaniolas unterstellt sich wieder der spanischen Krone.
1818
In der Mulattenrepublik im Südwesten Hispaniolas wird Jean
Pierre Boyer zum Präsidenten gewählt.
1820
Jean Pierre Boyer, der derzeitige Präsident der südwestlichen
Mulattenrepublik, erobert mit seiner Armee das Königreich im
Nordwesten Hispaniolas.
Dezember 1821
Aufgrund des Desinteresses Spaniens an seiner zurückgewonnenen
Kolonie löst sich der Ostteil Hispaniolas endgültig vom
Mutterland, und Nuñes de Cáceres ruft in Santo Domingo die
Republik „Spanisch-Haiti“ aus.
1822
Jean Pierre Boyer, der derzeitige Machthaber des westlichen Hispaniolas,
besetzt mit einer 12.000 Mann starken Armee die Republik „Spanisch-Haiti“.
Somit ist die Insel ein weiteres Mal ein geeintes „Haiti“.
1825
Frankreich entläßt Haiti nach Zahlung einer extrem hohen
Entschädigungssumme offiziell in die Unabhängigkeit. Die
Zahlung bedeutet für die Insel zwar politische Freiheit, bringt
ihr aber den wirtschaftlichen Ruin. Dies führt unweigerlich
zu neuen Unruhen. Vor allem im Osten fordern die „Dominicanos“ einen
unabhängigen Staat.
1839
Juan Pablo Duarte (er wird noch heute als „Vater der Demokratie“
hoch verehrt) ruft die Guerillabewegung „La Trinitaria“ ins Leben.
1842
Ein schweres Erdbeben sucht Hispaniola heim und richtet vor allem
in den Städten Santo Domingo und Cap Haïtien großen Schaden
an.
16. Januar 1844
Die „La Trinitaria“-Rebellen besiegen mit Hilfe der Privatarmee
des Rinderzüchters Pedro Santana die Truppen von Jean-Pierre
Boyer und rufen in Santo Domingo die unabhängige „Dominikanische
Republik“ aus. Nach heftigen Auseinandersetzungen wird Pedro Santana
zum Staatsoberhaupt ernannt; er verbannt Juan Pablo Duarte und seine
Anhänger ins Exil. Gleichzeitig sucht er den Wiederanschluß
an Spanien und löst somit neue Unruhen aus.
1849
Faustin Soulouque übernimmt die Macht in der Republik Haiti
und regiert bis 1859 als diktatorischer Kaiser. Er versucht zweimal
(1849 und 1855) vergeblich, den abgespaltenen Osten zurückzuerobern.
1861
Die Dominikanische Republik unterstellt sich aufgrund der dauernden
Invasionsgefahr der Haitianer erneut Spanien.
1863
Da Spanien seiner zurückgekehrten Kolonie „Santo Domingo“ keinerlei
politische und wirtschaftliche Freiheiten gewährt, kommt es
im Osten Hispaniolas erneut zur Revolution.
3. Mai 1865
Spanien entläßt Santo Domingo endgültig in die Unabhängigkeit;
Buenaventura Báez wird Präsident der Zweiten Dominikanischen
Republik, die jedoch genauso wenig zur Ruhe kommt wie der Nachbarstaat
Haiti. Es folgen jahrelange blutige Fehden zwischen seinen Anhängern,
die noch immer den Anschluß an eine schützende Großmacht
suchen, und nationalistisch orientierten Gruppen.
1870
Der Antrag von Präsident Báez, die Dominikanische Republik
zu einem US-amerikanischen Bundesstaat zu machen, wird vom US-Kongreß
abgelehnt.
1882
Ullises Heureaux übernimmt die Macht in der Dominikanischen
Republik und entwickelt sich zum besonders korrupten und brutalen
Diktator.
1899
Ullises Heureaux wird ermordet, und das Land verfällt endgültig
im Chaos. Innerhalb der nächsten 17 Jahre wechselt in der Dominikanischen
Republik 22mal die Regierung, und die Auslandsverschuldung steigt
auf rund 90 Millionen US-Dollar an.
1905
Die USA übernehmen die Zollhoheit über die Dominikanische
Republik.
1907
Die USA übernehmen die Finanzhoheit über die Dominikanische
Republik.
1916
Die USA übernehmen die Schulden der Dominikanischen Republik
und richten im Gegenzug eine Militärregierung ein.
1930
Der Kommandant der von den USA eingerichteten Nationalgarde, Rafael
Leónidas Trujillo y Molina, übernimmt die Macht in der
Dominikanischen Republik und errichtet ein despotisches Regime.
31 Jahre lang wird das Land von der Familie Trujillo wie ein Privatbesitz
beherrscht.
1961
Rafael Trujillo Trujillo y Molina wird ermordet, und die gesamte
Familie Trujillo wird aus dem Land vertrieben. In der Dominikanischen
Republik kommt es erneut zu weiteren Staatsstreichen und Regierungswechseln.
Dezember 1962
Die Dominikanische Republik erhält eine liberale Verfassung,
und Juan Bosch von der Revolutionären Dominikanischen Partei
(PRD/Partido Revolucionario Dominicano) wird zum Präsidenten
gewählt.
September 1963
Präsident Juan Bosch wird vom Militär gestürzt. Dies
führt zu einem weiteren Bürgerkrieg in der Dominikanischen
Republik.
1965
Die USA stationieren eine Friedenstruppe in der Dominikanischen
Republik.
1966
Der konservative Joaquín Balaguer Ricardo wird zum Staatspräsidenten
gewählt. Er erreicht eine Verfassungsänderung, die ihm
später eine erneute Kandidatur für das Präsidentenamt
ermöglichen soll. Die innenpolitische Situation in der Dominikanischen
Republik entspannt sich, und die USA ziehen ihre Truppen ab.
1970
Joaquín Balaguer Ricardo wird als Staatspräsident der
Dominikanischen Republik bestätigt.
1974
Joaquín Balaguer Ricardo gewinnt die Präsidentschaftswahlen
in der Dominikanischen Republik erneut.
1978
Der Sozial-Demokrat Antonio Guzmán wird neuer Präsident
der Dominikanischen Republik.
1982
Antonio Guzmán begeht aufgrund seines wirtschaftspolitischen
Mißerfolgs Selbstmord, und Salvador Jorge Blanco, Kandidat
der „Partido Revolucionario Dominicano“ (PRD), wird zum Präsidenten
der Dominikanischen Republik gewählt.
März 1984
Wegen rigoroser Sparmaßnahmen der Regierung zum Abbau der
hohen Staatsverschuldung (u.a. drastische Preiserhöhung für
Grundnahrungsmittel) kommt es in der Dominikanischen Republik zum
„Osteraufstand“, der von den Sicherheitskräften mit äußerster
Brutalität niedergeschlagen wird.
1986
Joaquín Balaguer Ricardo wird erneut zum Staatspräsidenten
der Dominikanischen Republik gewählt. Er führt seine 1966
begonnene Reformpolitik fort, die auf lange Sicht gesehen die Armut
der unteren Bevölkerungsschichten mildern soll.
1990
Joaquín Balaguer Ricardo wird ein weiteres Mal zum Staatspräsidenten
der Dominikanischen Republik gewählt.
6. Dezember 1992
Die Dominikanische Republik feiert mit großem Pomp den 500.
Jahrestag der Landung von Christoph Kolumbus auf der Insel.
1994
Joaquín Balaguer Ricardo wird mit knapper Mehrheit erneut
zum Staatspräsidenten der Dominikanischen Republik gewählt.
Allerdings wirft ihm die Opposition massiven Wahlbetrug vor.
September 1995
Aufgrund der schlechten Absatzlage für Zucker kündigt
die Regierung Massenentlassungen für die Zuckerindustrie an.
Dies führt zu landesweiten Demonstrationen der Arbeiter, die
sich blutige Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften
liefern.
6. Februar 1996
Beim Absturz einer Maschine einer türkischen Fluggesellschaft
kurz nach dem Start kommen 189 Urlauber, darunter 164 Deutsche,
ums Leben.
12. März 1996
Der haitianische Präsident René Préval wird von
seinem dominikanischen Amtskollegen Joaquín Balaguer Ricardo
in Santo Domingo empfangen. Die Staatsoberhäupter wollen „die
politischen Differenzen“ zwischen den beiden Inselstaaten aus der
Welt schaffen und dadurch für eine Verbesserung der Handelsbeziehungen
sorgen. Darüber hinaus soll eine Lösung für die etwa
330.000 Haitianer gefunden werden, die zur Zeit der Militärdiktatur
Haitis in die Dominikanische Republik geflüchtet waren.
Juni 1996
Bei vorgezogenen Präsidentschaftswahlen geht Leonel Fernández
Reyna von der Dominikanischen Befreiungspartei (PLD/Partido de la
Liberación Dominicana) als Sieger hervor und löst den
89jährigen Joaquín Balaguer Ricardo (sein knapper Wahlsieg
von 1994 soll durch Manipulation zustande gekommen sein) im Amt
ab.
Mitte November 1996
Während eines zweitägigen Generalstreiks, zu dem die Gewerkschaften
aufgerufen hatten, kommt es vor allem in Santo Domingo zu schweren
Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten – sie protestieren gegen
die Sparpolitik der Regierung und fordern vor allem eine Rücknahme
der neuerlichen Preiserhöhungen für Grundnahrungsmittel
sowie Lohnerhöhungen von bis zu 40 Prozent – und den Sicherheitskräften.
Mitte Oktober 1997
Schwere Unwetter führen im Norden der Dominikanischen Republik
zu Überschwemmungen; dabei werden fast 100 Häuser völlig
zerstört und eine Urlauberin ertrinkt in den Fluten.
Anfang 1998
Die Zahl der Touristen auf der Dominikanischen Republik nimmt ständig
zu (jährlich rund 2,3 Millionen Urlauber); der Fremdenverkehr
hat inzwischen mit der Landwirtschaft als Deviseneinnahmequelle
gleichgezogen. Obwohl das Land im Vergleich zur Nachbarrepublik
Haiti als reich bezeichnet werden kann, sind über 20 Prozent
der Bevölkerung ohne Arbeit, und die zunehmende Landflucht
führt zu einem ständigen Anwachsen der Elendsviertel an
den Stadträndern.
16. Mai 1998
Bei den erstmals getrennt von den Präsidentschaftswahlen (die
nächsten werden im Jahr 2000 stattfinden) durchgeführten
Parlamentswahlen erringt die PRD 83 von insgesamt 149 Sitzen im
Abgeordnetenhaus und 24 von insgesamt 30 im Senat, die PLD von Staats-
und Regierungschef Leonel Fernández Reyna 50 im Abgeordnetenhaus
und vier im Senat und die Partei von Ex-Staatschef Joaquín
Balaguer Ricardo (PRSC/Partido Reformista Social Cristiano) nur
16 bzw. zwei.
Ende September 1998
Der Hurrikan „Georges“ fegt mit einer Geschwindigkeit von bis zu
180 Stundenkilometern über die Karibikinseln hinweg und richtet
vor allem auf der Insel Hispaniola verheerende Vewüstungen
an. Insgesamt kommen fast 300 Menschen ums Leben, die meisten davon
in der Dominikanischen Republik.
23. Februar 2000
Beim Absturz einer Cessna vor der Karibikinsel Hispaniola kommen
sechs Urlauber ums Leben.
16. Mai 2000
Bei der Präsidentenwahl erringt der 59jährige Agrar-Ingenieur
und Unternehmer Hipolito Mejía Domínguez von der sozialdemokratischen
PRD (Partido Revolucionario Dominicano) 49,9 Prozent der Stimmen,
gefolgt von dem Kandidaten der PLD (Partido de la Liberación),
Danilo Medina, mit 25 Prozent. Damit verfehlt Mejía, der
während des Wahlkampfs eine Aufstockung der Sozialausgaben
versprochen hat, knapp die absolute Mehrheit. Den dritten Rang nimmt
mit 24,5 Prozent Joaquín Balaguer Ricardo (PRSC/Partido Reformista
Social Cristiano) ein, der zwischen 1966 und 1996 siebenmal Präsident
war, und trotz seiner 93 Jahre und seines schlechten Gesundheitszustands,
noch einmal zur Wahl angetreten war.
Da Medina auf eine Stichwahl verzichtet, wird Mejía am 16.
August die Nachfolge von Leonel Fernández Reyna als Staatschef
der Dominikanischen Repbulik antreten.
Download
- Hispaniola - Überblick über Geschichte und Wirtschaftsstruktur
- von Uwe
Schmengler, Berlin 1987
Ein
sehr akademischer Artikel mit viel Hintergrundinfos über die
Zusammensetzung der Haitianischen und Dominikanischen Wirtschaft
und Landwirtschaft.
Sachbücher,
Reisebücher, Dominikanische Literatur
|