Einige Tipps vom Insider

Die hier veröffentlichten Informationen sind ein Auszug aus Carstens Homepage und rein privater Natur. Ich habe ihn gebeten, sie auf meiner Homepage veröffentlichen zu dürfen, weil es nicht treffender beschrieben werden könnte. Sie sind das Resultat aus Carsten's selbst gemachten Erfahrungen, Recherchen, langen Aufenthalten und Beobachtungen vor Ort sowie aus Gesprächen mit Ärzten und Leuten die schon seit langem ihren Wohnsitz hier haben. Carsten ist  weder Mediziner, Rechtsgelehrter o.ä., sondern genau so wie jeder auch auf die Information anderer angewiesen. Alle Infos wurden sorgfältig ausgesucht und nach bestem Wissen verfasst.

Wer Ergänzendes, Richtigstellendes, Nützliches oder Neues  zu einem Thema hat, kann ihm gerne mailen. Carsten ist für jede weitere Anregung dankbar!  mailto:Junker-Duesseldorf@t-online.de

Vor weg: Die Dominikanische Republik (im weiteren Verlauf kurz DR) ist in den letzten Jahren zu dem beliebtesten Fernreiseziel der Deutschen geworden, was durch das Zusammenspiel sehr vieler positiver Gegebenheiten auch leicht verständlich ist. Die Schönheit der Landschaft, das warme Klima, gutes Essen und Getränke und vor allem die überwiegend nette und offene Art der Dominikaner und deren Lebensstil,  können einem die Sorgen des Alltags vergessen lassen. Daran gibt es nichts zu rütteln und jeder, der diesem Zauber schon einmal erlegen war, kann das nur bestätigen. In den letzten Jahren hat sich durch das erhöhte Tourismusaufkommen  viel getan. Vor allem in den Bereichen Service und Zuverlässigkeit sind erhebliche Verbesserungen erzielt worden. Aber bitte vergessen Sie niemals, dass Sie sich dort in einem der ärmsten Länder Lateinamerikas aufhalten. Einige Dinge laufen anders. Die hier veröffentlichten Infos sollen wirklich gut gemeint sein und helfen, von vornherein einen angenehmen Aufenthalt zu haben mit möglichst wenig Stress und Aufregung dafür aber mit vielen positiven Erinnerungen ohne bitteren Nachgeschmack. Andere sind für Sie schon in viele Fettnäpfchen getreten. Haben unnütz viel Geld verplempert und sind anschließend schwer enttäuscht wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Das brauchen Sie nicht mehr machen. Falls Sie schon einmal in der DR waren wird Ihnen das meiste was hier steht sicherlich bekannt vorkommen. Wenn es Ihre erste Reise dorthin werden soll, sollten Sie diese gut gemeinten Ratschläge in Ruhe lesen. Die Infos werden von Zeit zu Zeit immer wieder ergänzt, erweitert und erneuert.

 

Auswandern & Geschäftsgründung?

Es gibt viele Dinge die zu beachten  sind um in ein Land auszuwandern. Um sich hier im Internet nicht den ständigen Wiederholungen anzuschließen nur soviel: Es gibt schön eingebundene Bücher und viele “schlaue” Kommentare zum Thema, die alle sicherlich auf die eine oder andere weise richtig sind aber leider das Wesentliche außer acht lassen. Ich möchte allen, die sich mit dem verlockenden Gedanken beschäftigen in die DR auszuwandern um sich dort mit einem eigenen Geschäft eine Existenz zu gründen, den vom “weisen” Charly G. Wardelmann verfassten Artikel “Nichts für Dumme”, dringend ans Herz legen! Er hat es geschafft in Kurzform und auf verständlicher Weise die eigentliche Problematik der Dominikanischen Republik zu schildern. Sie liegt nicht in der Beschaffung einer Aufenthaltserlaubnis oder im Grundstückkauf, denn wer dabei schon Probleme hat...................oh Je.

Ich selbst, habe leider viel zu oft miterlebt, wie selbst anscheinend erfahrene Geschäftsleute, alles was bis dahin in ihrem Leben erarbeitet hatten, durch ihr unüberlegtes bzw. dummes Handeln verloren haben. Alles, weil sie einem Traum nachgejagt sind! Von den Unerfahrenen (Träumern) schweigen wir lieber ganz.

Das soll für Sie kein Grund der Beunruhigung sein. Nur, bitte vergessen Sie niemals, dass die DR ein Entwicklungsland ist. Es ist etwas anderes, dort zu arbeiten, Geld zum Leben verdienen zu müssen oder ein paar Wochen Urlaub, mit ausreichend Devisen in der Tasche, dort zu verbringen. Wenn Sie sich ernsthaft mit dem Gedanken befassen, nehmen Sie sich Zeit, viel Zeit, wenn nötig ein paar Jahre und nicht nur 3 Wochen Urlaub. Studieren Sie die Gegebenheiten und fragen Sie sich, ob Sie damit klar kommen könnten. Und jetzt das Wichtigste: Seien Sie bei der Beantwortung dieser Frage ehrlich zu sich selbst. Beachten Sie Fakten und hören Sie nicht dabei auf Menschen, die Ihnen helfen werden Ihr Geld auszugeben oder auf Ihr Herz, das gerade an einem Wunsch klebt! 

 

Devisen

 Das liebe Geld spielt im Urlaub eine sehr große Rolle und jeder möchte für sein mitgebrachtes Erspartes möglichst viel der Landeswährung bekommen. Für europäische Währungen wird im allgemeinen nicht der Umtauschkurs erzielt wird wie er sich hier in Europa errechnen lassen würde sondern leider meist weniger. Es wird offiziell nicht gerne zugegeben aber die beliebteste Währung in der Dominikanischen Republik ist der Amerikanische Dollar. Er wird gerne und überall in die Landeswährung, den Dominikanischen `Goldpeso´ getauscht (Er soll früher wirklich einmal aus purem Gold gewesen sein!). Zeitweise und meist nur kurzfristig kann es möglich sein, dass es günstiger ist DM in Peso zu tauschen. Da dies sehr vom Tagestauschkurs abhängig ist und der ständigen Schwankungen unterliegt macht es wenig Sinn hier Kursangaben zu machen.

Der Dollar als Bargeld hat den Nachteil, dass durch das doppelte tauschen ein nicht geringer Verlust entsteht. Zudem, wer reist schon gerne mit größeren Bargeldbeträgen im Gepäck? Eine etwas bessere Möglichkeit ist die Kreditkarte, damit bekommt man bei der Abrechnung über den Kreditkartenaussteller zumindest den amtlichen Mittelkurs, muss aber oft sehr hohe Gebühren von bis zu 15% bezahlen. Die dritte und wohl günstigste Möglichkeit sind Travellerchecks. Schon beim einkaufen am Bankschalter wird `nur´ eine geringe Gebühr zum tatsächlichen Wert der Schecks hinzu gerechnet! Nicht gebrauchte Schecks bekommt man bei seiner Rückreise ebenfalls gegen eine geringe Gebühr wieder eingetauscht. Zudem sollen sie im Fall von Diebstahl mögl. unkompliziert ersetzt werden.

Am besten wäre eine Mischung aus allen dreien. Ein paar ein Dollarscheine für die Ankunft als Trinkgeld, Traveller - Checks zum Tauschen in die Landeswährung (nach und nach denn der offizielle Rücktausch bringt Verluste bis zu 75%) und die Kreditkarte als Reserve + Sicherheit wenn’s doch nicht reicht und für den Notfall.

Noch ein TIPP! In Dominikanischen Banken ist der Tauschkurs eher niedrig. Bessere Kurse lassen sich in vielen, größeren  Supermärkten erzielen und auch in den Filialen von “Western Union”! Fragen Sie nach dem Tauschkurs für Dollar und dann erst nach dem für Traveller - Checks, der liegt oft etwas höher! Tauschen Sie besser nicht in der Bar in der Sie gerade trinken. Wenn, dann nur soviel wie Sie eben brauchen um die Rechnung zu bezahlen.

 

Gesundheit

Um eine Reise in ein fernes Land in vollen Zügen genießen zu können ist es wichtig, dass die Gesundheit nicht beeinträchtigt wird. Das dieses Thema ausführlicher hier behandelt wird soll auf keinen Fall dazu dienen Angst zu schüren. Es soll Sie aber auf mögliche Gefahren hinweisen

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung, die sehr zu empfehlen ist, kann finanzielle Risiken abdecken aber leider nicht vor Krankheiten schützen. Mit der Einhaltung einiger, weniger Vorsichtsmaßnahmen, die im Grunde nicht anders sind als hier in Europa, lässt sich ein Aufenthalt in der Dominikanischen Republik aber bestimmt  heil überstehen. Ein sehr sicherer Weg sich über aktuelle, nötige Maßnahmen und Impfungen zu informieren ist hier im Internet beim Auswärtigen-Amt sowie auch über den Condor Flugdienst . Dort kann man sich sogar einen persönlichen Impfplan zusammen stellen lassen.

Eine Frage die immer wieder gestellt wird ist: Wie sieht es aus mit Malaria? Ich persönlich habe in der DR bisher nichts gehört von Malaria, auch nicht auf Nachfrage. Nicht von Einheimischen, nicht von Landsleuten die schon viele Jahre dort leben und auch nicht von meiner Frau die dort geboren ist.  Die meisten Küstenstriche des Landes, sowie die Halbinsel Samana, gelten offiziell als Malariafrei. Es soll aber Malaria infizierte Mücken auf der Insel geben. In neuster Zeit wurde aus einigen Regionen über Infektionen, auch bei Touristen berichtet. Eine Impfung gegen Malaria gibt es nicht. Eine Prophylaxe in Form der vorsorglichen Einnahme von Malariamitteln ist gründlich abzuwägen. Malariamittel sind sehr starke Arzneimittel die den Organismus, als Prophylaxe, unnötig stark belasten können (mitunter den Urlaub versauen!). Vom Auswärtigen-Amt werden für die Dominikanische Republik derzeit nur Maßnahmen empfohlen, die sich auf einen verstärkten Schutz vor Moskitostichen beschränken. Aktuelle Informationen über die Stand der Verbreitung der Malaria, findet man bei Fit vor Travel .  Wer sich sorgt oder wer vor hat, die gefährdeten Gebiete zu besuchen, sollte sich von seinem Hausarzt ein Mittel verschreiben lassen, es mitbringen und es im Falle einer diagnostizierten Infektion einnehmen. Wirksame Malariamittel gibt es selbstverständlich auch in den Apotheken der DR. Seit neustem, gibt es Schnelltests fürs Gepäck, die jeder selber durchführen kann. Sie werden hier über das Internet vertrieben.  Bitte bedenken Sie noch folgendes: 1999 haben ca. eine 1/2 Mio. Deutsche die DR besucht. Davon sollen sich 18 infiziert haben. Das heißt also, eine Infektion bei 27778 Urlaubern! Das Dominikanische Gesundheitsministerium unternimmt derzeit umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung der Malaria. So sollen bereits in die diesem Jahr die Fälle von Neuinfektionen auf einen Bruchteil zurück gegangen sein. Machen Sie sich Gedanken über Malaria das ist Gut aber bleiben Sie dabei auf dem Boden der Tatsachen. Malaria ist keine unheilbare Krankheit.

Eine Infektion der häufigeren Art ist die sogenannte Gelbsucht bzw. Hepatitis. Sie überträgt sich durch Unachtsamkeit bei der Hygiene. Der sicherste Weg ist, sich gegen die verschiedenen Hepatitiserreger rechtzeitig impfen zu lassen. Man kann sich aber auch, wie schon erwähnt, durch einige, wenige Maßnahmen schützen. Gemüse gut gekocht, Fisch und Fleisch immer gut durch, frisches Obst geschält und purifiziertes Trinkwasser aus dem Supermarkt. Wenn sich trotzdem einmal Durchfall einstellt, muss das nichts Ungewöhnliches sein. Meistens ist es nur die Umstellung Ihres Körpers auf die örtlichen Bakterienkulturen, die in jedem Nahrungsmittel vorhanden sind, auch hier in Europa. In diesem Fall können ein paar kleine Gläschen Mama - Juana -eine dominikanische Allzweckmedizin- wahre Wunder wirken.

Keine Wunder gibt es bei der leider immer weiter verbreiteten Seuche AIDS (span.=SIDA). Jeder, der die Dominikanische Republik besuchen möchte, um intime Kontakte zur Bevölkerung zu haben, sollte dringend für ausreichende Schutzmaßnahmen sorgen! Der Umgang mit der Seuche, ist trotz der bereits sehr vielen Todesfälle durch den HIV-Virus, sehr sorglos.

Die aller häufigste und für viele auch die gefährlichste Art der Infizierung ist mit dem gemeinen “Dominikanischen Virus”! Medizinisch nicht nachweisbar und für alle doch offensichtlich, kann es in Ihnen ein Fieber entbrennen, das mit keinem Thermometer messbar ist. Es kann Ihnen den Kopf auf sehr merkwürdige Weise, gehörig durcheinander bringen. Erkennen: Eindeutige Anzeichen der Infektion sind zunächst der rosa Blick gefolgt vom Verlust der Vernunft und Intelligenz. Dann verkennen von Logischen Zusammenhängen sowie die konsequente Ablehnung warnender Ratschläge bis hin zum extremen Realitätsverlust. Auswirkung: Manche wollen dringend Heiraten (mögl. Weise einen Partner den sie eine Woche kennen und von dem sie nicht einmal wissen ob sein Name stimmt), einige ernennen sich urplötzlich zu hochkarätigen Geschäftsleuten und Immobilienmaklern, wieder andere verwerfen die Erinnerung, dass sie ein Rückflugticket in der Tasche haben. Behandlung: Impfstoffe und Medikamente gibt es nicht, da das Virus bisher nicht Isoliert werden konnte. Prophylaxe nur in Form von Artikel wie hier “Auswandern, Geschäftigrundung?” und Erfahrungsberichten von Betroffenen. Einzige bisher bekannte Therapie: Ein Fall aus den Wolken mit mögl. hartem Aufschlag.

 

Polizeiwesen

Die Polizei in der Dominikanischen Republik ist im Allgemeinen den Touristen gegenüber milde gesinnt. Anhand der Tatsache, dass der Tourismus die Haupteinnahmequelle für Devisen in Land ist, ist dies nicht sehr verwunderlich. Aber, verscherzen Sie sich diese Privileg nicht! Wenn Sie einmal mit der Polizei zu tun haben sollten, erweisen Sie den Polizisten gegenüber den nötigen Respekt. Wenn Sie sich ungerecht behandelt fühlen verlangen Sie den jeweiligen Chef. Bitte bedenken Sie: Auch wenn Sie unschuldig sind kann es unter Umständen etwas kosten um es auch zu bleiben. Die Betonung liegt auf etwas, nur damit die Polizei Ihnen auch weiterhin wohlgesonnen bleibt (ähnlich wie bei einem Kellner von dem man wieder gut Bedient werden möchte). Was bitte nicht heißen soll, dass jede Begegnung mit der Polizei auch automatisch mit Geldzahlungen verbunden ist.

Anders ist es, wenn Sie tatsächlich durch irgend etwas Straffällig geworden sind. Das kann dann schon eine ganze Menge mehr kosten. Besonders bei sexueller Misshandlung von Kindern sind große Geldsummen erforderlich um die Heimat wieder zu sehen. Die meiste Vorsicht ist in Verbindung mit Drogen geboten. Es gibt in der Dominikanischen Republik nichts was von Staatswegen so konsequent und hart verfolgt wird wie der Besitz (sei er auch unabsichtlich) und oder der Konsum von Drogen! Wer also in Deutschland den Konsum von z.b. THC haltigen Produkten gewohnt ist, verzichtet in der Dominikanischen Republik besser darauf. Er sollte sich lieber mittags zwei leckere Bier trinken und sich eine halbe Stunde in die Sonne legen, damit dürfte sich ein ähnlicher Effekt erzielen lassen.

 

Prostitution

Selbstverständlich hat auch die Prostitution in der DR mit dem Tourismus einen Aufschwung erlebt. Einige Touristen und Touristinnen bereisen hauptsächlich aus diesem Grund die DR. Die Prostitution wird in der DR von vielen der einheimischen Familien als eine Möglichkeit zum Überleben genutzt. Wenn also jemand z.B. abends in der Disco ein überaus attraktives Gegenstück kennen lernt das sehr freundlich und zugänglich ist, dazu noch am ersten Abend mit ins Hotel kommt, so liegt das bestimmt nicht an seinem unumgänglichen Charme sondern eher an der vermuteten dicken Geldbörse. Derjenige der solche Dienste in Anspruch nimmt sollte vorher einen Preis aushandeln und ihn anschließend bitte auch bezahlen. Mit den steigenden Tourismuszahlen ist auch der Prozentsatz der mit AIDS infizierten Männlichen und Weiblichen Prostituierten drastisch angestiegen! Genaue Zahlen hierzu sind nicht bekannt. Die Unwissenheit über die Krankheit und der sorglose Umgang damit lässt diese sich rapide weiter verbreiten. Auch in Las Terrenas sind in jeder Apotheke Kondome erhältlich.