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Entwicklungsland ?!Was ist ein Entwicklungsland |
Dieser Ausdruck tönt immer wieder durch die Medien und wird heute sehr oft als eine Art Rechtfertigung für Missstände in ärmeren Ländern benutzt. Er dient zur Erklärung zur Lage der Nation in diversen Foren, in denen es um die Dominikanischen Republik geht. „Wir hier oben und ihr da unten…..“ Der Begriff wird anmaßend in Foren benutzt und dient Zeitgenossen, die sich über die Dominikanische Republik äußern und alles für daneben halten, was hier so passiert. Wer gibt jemandem das Recht, über dieses Land so einfach zu urteilen. Wer vor allem glaubt den "selbsternannten Landeskennern" die ein paar mal in einer All Inklusiven Bettenburg waren und das Land aus der "Jeepsafariperspektive" gesehen haben, das die Leute hier ja soo arm sind. Nobody is perfekt! Arm ja - aber zum Teil mit 10 Mal mehr Lebensfreude beschenkt, als die meisten auf dem Jeep. Denn der Urlaub geht schon bald zu Ende und die neue Schicht beginnt. Aber Bürger so mancher Länder glauben das; speziell die der G8. Wie entstanden denn diese großen ökonomischen und sozialen Unterschiede, welche die Länder der Welt in eine erste, zweite und dritte Welt einteilen konnten – und bald sicher noch in eine vierte Welt? Wodurch entsteht eine wohlhabende, und „wohl - entwickelte“ Nation? Weil dort alle so genau wissen, was das gemeinsame Ziel eines jedes Einzelnen ist? Oder, weil da wirtschaftliche und politische Seilschaften und starke unternehmerischen Verstrickungen zum Gleichschritt in eine gewisse Richtung aufrufen und die Menschen dem brav folgen? Oder durch den Wiederaufbau nach dem totalen Chaos z.B. nach Uncle Sam’s Manier – dem Marshall Plan? Oder eher durch gelebte Solidarität aus reinem Überlebens - Drang. Menschen sind solidarisch, wenn ihnen nichts anderes übrig bleibt. Es geht um das Überleben in Würde. Wie war das denn nach dem zweiten Weltkrieg im zerbombten Europa! „Und jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt…..“ kennt ihr diesen NDW (Neue Deutsche Welle) Schlager noch? Durch Vorbildgebung der Ländern – die es anscheinend geschafft haben und das nun allen anderen stolz zeigen müssen. Das sind wir und wir leben besser als alle anderen. Der einzig richtige Weg! Haben die Sowjets in ihrer „Blütezeit“ das nicht auch geglaubt und wo sind sie jetzt? Und heute glauben die meisten Kapitalisten in den G8 Ländern das auch und globalisieren seither die Welt mit Vollgas. Und wer bleibt auf der Strecke? All die armen Schlucker, all diejenigen mit anderen Visionen, die nicht in das gerade angesagte Konzept passen. Kann man da wirklich stolz darauf sein und mit erhobenem Zeigefinger auf "Drittweltländer" zeigen? Und kracht es derzeit nicht bereits genug im Gebälk bei den G8? Und ist das der „one and only way“? Ich glaube nicht – wir alle tragen alleine die Verantwortung für unser jeweiliges Tun. Was im Moment weltweit so abgeht, lässt mich zwar nicht resignieren aber der Weg ist, aus meiner Sicht der Falsche. Die Zukunft alleine wird es wissen – die wir selber wohl nicht mehr erleben, mit der dann aber unsere Nachfahren klarkommen müssen. Wir und unsere Väter haben das gestern und heute verbockt. Hier in der Dominikanischen Republik wissen viele nicht, was weltweit abgeht – hier kämpft man Tag für Tag mit dem „every Day Life“ und auch hier fahren bereits viele Merzedes Benz herum oder reiche Damen tragen Gucci Klamotten. Denn auch hier sehen die Menschen fern und hängen am Internet. Meist sind es diejenigen, die es nach der Sicht der „Erstweltler“ geschafft haben. „Welcome to the Club!“ Und selbst auf dem Campo bastelt man sich aus einer alten Kühlschrankabdeckung und einer Bambusstange eine Fernsehantenne und die Kiste flimmert fortan den ganzen Tag, solange der Strom aus der Steckdose kommt und bringt den Leuten die neusten Errungenschaften bereits zum Frühstück. So werden auch hier die gleichen Wünsche und Träume produziert. Alle Welt schaut heute Fernsehen und auf allen kommerziellen Kanälen souffliert die manipulierende Werbung sogar den ärmsten der Armen, was heute angesagt ist. Und selbst der allerärmste Haitianer hat Träume und Wünsche und will auch mal so leben können. Und wenn ihm keiner erklärt, was er tun muss, damit er das legal und normal erwerben kann, dann nimmt er es sich einfach, sobald sich ihm irgendwie die Gelegenheit bietet. So einfach ist das leider. Und da man im Fernsehen sieht, das ein richtiger Mann heute eine Waffe trägt und damit seine Probleme im Notfall löst, haben heute bereits die Taxi - und Conchofahrer automatische Pistolen im Hosenbund und brauchen sie dann auch, wenn sie meinen, nun sei der Moment gekommen. Wenn das für viele aus Europa oder sonst wo in „Mammonien“ wieder ein Argument ist, zu sagen – „siehst du, typisch dritte Welt“, dann sage ich nur – träumt weiter! Und wo werden diese Knarren produziert - dreimal dürft ihr raten.....Sicherlich nicht hier. Es geht immer nur um Werte und es geht darum immer auch nur um den „Werteverfall“ – es geht leider um banales Denken wie: „Ätsch, wir sind besser als ihr!“ Und weil ihr so arm seid, helfen wir euch. Aber dafür müsst ihr genau das machen, was wir euch sagen. Wenn nicht, helfen wir euch nicht mehr!“ Wenn es hart auf hart kommt, dann kommen die UNO Friedenstruppen - siehe Haiti. Haiti - wo ist das denn? Was hier unter dem Einfluss der Kirche geschieht oder von den immer um Vorteile heischenden außenpolitischen Institutionen der Erstweltländer salbungsvoll betont wird, oder von zu Spesen fressenden Selbstläufern mutierten professionellen Hilfsorganisationen geäußert wird, deren aufgeblasener Apparat einen Grossteil der Gelder verbrät, spielt keine Rolle. Auch Helfer haben Ansprüche und speziell bei harten Einsätzen im Krisengebiet. Und wer zuerst kommt, malt zuerst…. Und den Schluss bestraft das Leben und das weltweit. „Otto Normalkapitalist“ hält es mit den Werbesprüchen der Reisemultis und mit den Warnungen des Auswärtigen Amtes. Und er fährt woanders hin, wenns im Urlaubsland krieselt. Er fährt aber nicht in die Schweiz sondern hat sich ein "Superschnäppchen" geleistet - zwei Wochen Dominikanische Republik All Inklusive mit Flug für 1300 Euro. Und was ist, wenn es da mal krieselt? Das Thema hat sich für ihn dann erledigt – und ab geht’s in die Türkei. Und dann sagt er: „Mann, da siehst du mal wieder, was die alles von uns gelernt haben und sind ja so nett und das Hotel war spitze und der Service erst, da können sogar wir noch was von den Türken lernen. Dritte Welt? Nein danke…..die lernen es ja eh nie… Das klingt zwar sehr sarkastisch oder ignorant – aber wie oft habe ich den Spruch schon von Touristen gehört. Was also ist nun ein Entwicklungs- oder Drittweltland? Sind das die Länder, die es noch nicht geschafft haben, so zu sein wie ihr in der Ersten Welt? Sind es die, deren BIP nicht gerade glänzt – aber wo glänzt das heute schon? Oder Ist das eines dieser Länder, wo noch keine riesigen, roten Mack - Trucks mit der Aufschrift Coca Cola rum fahren, die vollgeladen mit Einwegplastikflaschen sind, um das Volk mit schwarzer Blubberbrause zu versorgen? Wollen oder sollen diese Länder so sein? Bedeutet erste Welt = „Kommerz über alles“! Diese erste Welt, wo viel blinde Kaufkraft die Maschine Kapitalismus in Gang halten muss – weil sonst Depression herrscht? Das sind berechtigte Fragen von Menschen – die klar sehen, zu was all das führt. Mancher Intellektuelle in „Drittweltländern“ hat klar die Krux erkannt und wünscht sich für sein Land ganz andere Lösungen. Dann wird er sogleich als Linker oder als subversiv abgestempelt und in eine gewisse Ecke von den verschiedenen Intelligent Agencies der Erstweltländer gesteckt und wird auf deren Abschussliste irgendwann als „Staatsfeind“ oder gar als Terrorist gelistet, weil er sich diesem Diktat nicht unterwerfen will. Nur weil er andere Ziele für sein Land hat und mit Coca Cola, Nestle und Mercedes Benz eigentlich „noch“ nichts am Hut hat. Er will lediglich auf Missstände hinweisen oder seine Leute haben schlicht Hunger und die anderen "Erstweltler" und deren Macher und Manager sagen lapidar – „friss oder stirb!“ Darum machen sie alles zu Geld und verballern Papas Finca in den Bergen von Samana an reiche Gringos. Sie sehen nicht, dass sie genau das zerstören, was ihre Region so einzigartig macht, denn der Onkel hat auch noch ein Grundstück. Und sie tragen coole Sonnenbrillen und die Chicas wollen nur noch linda Ropa und sehen jeden Tag eine Novela nach der Anderen und wissen genau, was sie nicht wollen… arbeiten, zur Schule gehen, was lernen – höchstens als schicke Tippse in einem klimatisierten Büro. Aber im Moment zieht das Betonzeitalter gerade erst ein und so reicht ihnen der Rücksitz auf einem Quad – am Steuer sitzt irgend ein Gringo, der die neuen Kleider und das Mobilphone der neusten Spielart und das nötige Taschengeld dazu finanziert. Und irgendwann taucht einer auf und nimmt sie mit nach Europa – dritte Welt? Nein – vom Kapitalismus verarschte „fast Analphabeten“, die zuviel Kabelfernsehen schauen. Irgendwas läuft da global falsch! „Money makes the World go around” ist der Welthit Nr. 1 der Geiz ist Geil Jünger und dieser Zug bekommt derzeit noch extra Schub aus Asien und wird immer schneller und immer mehr kommen da nicht mehr mit und bleiben alleine, resignieren oder werden fundamentalistisch, denn was bleibt ihnen denn anderes übrig. Wenn in 50 Jahren dann Außerirdische diese Welt zum ersten Mal ins Auge fassen - was sehen sie? Ein riesengroßes Banner im All auf dem steht Coca Cola auf rotem Grund. Kann es das sein? Tja Leute, der manzana und seine schrägen Gedanken. Statt das er sich endlich ein neues Nokia - Erickson Handy zulegt und alle Last Minute Anbieter auf der Samana Page verlinkt und die Klickraten mit Dominikanischen Online Partnervermittlungen in die Höhe treibt und auch noch beim Sanky Check mitmacht. Denn genau das tut er nicht. Und er mag noch immer keinen Cuba Libre und er hasst Coca Cola Laster und auch die ewigen Befreier im Norden können ihn schon lange mal. Er sitzt lieber an der Playa Bonita und träumt von einer bilateralen Berufsschule für Dominikaner und von einem restaurierten Sanchez, als die neue kulturelle Metropole von Samana. |
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