Die Geschichte von Samana – ein kurzer Abriss |
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Als Kolumbus nach Hispaniola kam, gehörte Samaná zu Maguá, dem Reich des Kaziken (Häuptling) Guarionex vom Stamm der Ciguayo (Arawak). Ende des 15.Jahrhundert‘s führte er sein Heer gegen die Spanier. Aber auch schon bei der ersten Begegnung mit Kolumbus am 13.Januar 1493 waren seine Leute den Fremden nicht so freundlich wie die friedliebenden Taíno von Maríen im Nordwesten gesonnen. „Niemals habe er so viele Pfeile über ein Schiff fliegen sehen“, notierte Kolumbus in sein Bordbuch und man nannte die Bucht fortan Bahía de las Flechas (Bucht der Pfeile). Noch heute erinnert die Baya de las Flechas zwischen Santa Bárbara de Samaná und Las Galeras an dieses historische Ereignis. Wobei sich Insider bis heute nicht einig sind, ob das die wahre Bucht der Pfeile ist. Es wird schon länger vermutet, das eigentlich die Bucht von El Valle die wahre Bucht der Pfeile ist. |
Christopher Kolunbus |
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Die Spanier mieden Samaná fortan, so dass sich die Halbinsel und die Höhlen von Los Haïtises zum Schlupfwinkel von Piraten entwickeln konnte. Es tauchten hier zeitweise Edward Teach alias Blackbeard (1680 ? - 1718 ) und John Rackam alias Calico Jack unter. Letzterer in Begleitung der berühmten Piratinnen Ann Bonny und Mary Read. Später versteckte sich in Samaná auch der Pirat Roberto Cofresí (1791 – 1825) aus Puerto Rico, nach dem ein Strandabschnitt bei Puerto Plata benannt wurde. Ende des 18.Jahrhunderts ließen sich Auswanderer von den Kanarischen Inseln auf der Halbinsel nieder. Noch heute erkennt man die Nachkommen dieser einstigen Siedler, denn sie waren sehr hellhäutig und oftmals auch blondhaarig. Doch bald wurde Samaná ein Objekt der Begierde anderer Nationen. Als Spanien 1795 ganz Hispaniola an Frankreich abtrat und bald darauf die Französische Revolution zur Geburt Haitis führte, erwählte Napoleón Samaná als seinen Karibik-Stützpunkt für seine geplante Restauration (Zurückeroberung) der Zuckerwirtschaft und wollte dort einen „Port Napoleón“ erbauen. Schon bald hieß Santa Bárbara de Samaná „Cité de Napoleón“. Die Verwirklichung des Großprojekts Port Napoleón scheiterte an der baldigen Vertreibung der Franzosen von Hispaniola durch Toussaint Louverture. In der Zeit der haitianischern Herrschaft über Hispaniola (1822-1844) siedelten sich auf Einladung von Präsident Boyer Ex-Sklaven, entflohen aus den heutigen USA, auf Samaná an. Das erklärt, warum noch heute auf Samana so viele sehr dunkelhäutige Menschen leben, gleich wie in Haiti. Und es erklärt auch, warum Samana heute eine von französisch sprechenden Menschen bevorzugte Region ist. |
Pirat Blackbeard |
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Mit Beginn der Unabhängigkeit von Haiti schienen die dominikanischen Präsidenten nichts anderes im Sinn zu haben, als Samaná gegen gutes Geld loszuwerden. Schon unter Präsident Santana begannen Verhandlungen mit den USA, die damals nach Stützpunkten in der Karibik Ausschau hielten. 1872 machte Präsident Buenaventura Báez den Vertrag mit den Amerikanern perfekt: Samaná sollte auf 99 Jahre für 150 000 US$ Dollar jährlich an die USA verpachtet werden. Dass es dazu nicht kam, dafür sorgten die „Azules“ (blauen) aus dem Norden – wieder mit der Unterstützung von Haiti. Auch Diktator Ulises Heureux versuchte sein Glück noch einmal, Samaná gegen militärische Unterstützung an die USA zu verpachten; doch dieses Mal verwarfen US-Senat und -Kongress den Antrag. Eine letzte wichtige Rolle spielte die Halbinsel Samaná Ende des 19.Jahrhunderts, als über den Seehafen Sánchez die Produkte von La Vega verschifft wurden. La Vega und Sanchez verband die einzige offizielle Eisenbahnlinie, die es im ganzen Land gab. Mehr zu diesem Thema lesen sie schon bald unter der Rubrik die Geschichte der Ferrocarril (Eisenbahn) von La Vega nach Sanchez auf dieser Webseite. Umfassendes Textmaterial wird derzeit vom Webmaster überarbeitet. |
Port Napoleón |
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Lange spielte Samaná die wohl wichtigste Außenseiterrolle im florierenden Tourismus der Dominikanischen Republik. Samana war jeher das bevorzugte Ziel von Individualtouristen und das speziell in der Walsaison von Januar bis März (vor allem von Ausflugstouristen aus dem ganzen Land). Samaná in ein Massentourismus-Zentrum wie Puerto Plata oder Punta Cana zu verwandeln, scheiterten lange wegen seiner Abgelegenheit. Heute hat sich das aus zwei Gründen grundlegend geändert. Durch die Eröffnung des Internationalen Airports von Samana bei El Catey 2006 hat sich die lange Transferzeit von 4 – 6 Stunden von Puerto Plata oder Santo Domingo auf erträgliche 60 Minuten bis Las Terrenas verkürzt. Des Weiteren wird die sehnlichste erwartete Neueröffnung der sich im Bau befindenden Autobahn von Santo Domingo nach Nagua die Anfahrtszeit aus der Hauptstadt von bislang 4 -5 Stunden auf 1 Stunde 15 Minuten bis Nagua verkürzen. Weiter ist geplant, eine neue Schnellstrasse von Nagua via el Catey direkt nach Las Terrenas zu bauen. Die Planungsphase ist bereits abgeschlossen und die neue Straßenführung via Coson ist heute beschlossene Sache. Somit wird Samana mit seinen Traumstränden zu einem bevorzugten Binnentourismusziel für den wohlhabenden Teil der Bevölkerung der Hauptstadt, dem gössen Ballungsgebiet des Landes, werden. Schon heute ist Samana ein beliebtes Ziel dieser Menschen und entsprechend entwickelt sich Samana seit etwa drei Jahren vom einstigen Aschenputtel zu einer der wichtigsten Destinationen des ganzen Landes. |
Jean Pierre Boyer |
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Der Webmaster arbeitet seit geraumer Zeit an seiem Ziel, ein Buch über die Geschichte von Samana zu schreiben. Er ist darum dankbar für alle fundierten Texte, historischem Bildmaterial und Fotos und Daten und Fakten zur Geschichte über die Region Samana. |
Toussaint Louverture |
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| Links: Geschichte der dominikanischen Republik - Quelle Wikipedia | |