Karibische Warenkunde
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Exotische Früchte

Ananas – Pinia

Das bemerkenswerteste an der Frucht ist das Bromelin, ein eiweißspaltendes und somit verdauungsförderndes Ferment, das allerdings nur in der Frischfrucht seine Wirkung entfaltet und daher für Menschen mit empfindlichem Magen besonders bekömmlich ist. Frische Ananas sind nicht nur ein kulinarischer Genuss, sondern sie unterstützen auch eine gesundheitsbewusste Ernährung. Ananas enthält als einzige Frucht in konzentrierter Form das Enzym Bromelin, das im Magen eiweißspaltend wirkt und somit die Verdauung fördert. Daneben enthalten Ananas Vitamin A und B, Calcium und wenig Kalorien. Ananas sind gut für eine straffe Haut und für ein festes Bindegewebe und beugen frühzeitiger Faltenbildung vor. Eine frische Ananas enthält mit 56 kcal wenig Kalorien, dafür aber viel Vitamin A und reichlich Vitamin C. Neben einem hohen Fruchtsäuregehalt sind auch wertvolle Mineralstoffe wie Eisen und Kalzium in beachtlichen Mengen enthalten. Die Ananas gehört zu den Bromeliengewächsen. Die Ananaspflanze besteht im wesentlichen aus einer großen Blattrosette mit bis zu 90 cm langen und etwa 6 cm breiten Blättern mit scharfer Spitze und meist auch Randstacheln. Aus der Mitte der Rosette treibt nach 15 - 22 Monaten die fleischig werdende Blütenachse. Diese entwickelt sich zu einer 1 - 4 kg schweren, warzig - schuppigen Schein - und Sammelfrucht, eben unserer Ananas. Je ausgeprägter die Schuppen der nicht eßbaren Schale, desto aromatischer ist die Frucht. Das Fleisch ist saftig, gelb bis rötlich und besitzt einen köstlichen Duft und Geschmack. Die holzige Mitte ist nicht eßbar.
Ananasanbau wird plantagenmäßig betrieben, teils in Glashäusern, teils in freier Natur. Freiluftanbau, der in den meisten afrikanischen Ländern üblich ist, bringt wesentlich widerstandsfähigere Früchte. Sie benötigen allerdings länger zur Reife und sehen nicht so gleichmäßig schön aus. Die Frucht der Ananaspflanze ist die aus der Mitte der Blattrosette austreibende, fleischig werdende Blütenachse, die sich zu einer 1-4 kg schweren, schuppigen Frucht, entwickelt. Das köstlich duftende Fruchtfleisch reifer Ananas ist gelb und saftig, der Geschmack süß-säuerlich.
Die Ananas wurde 1493 von Christoph Kolumbus auf Guadeloupe, Westindische Inseln, entdeckt. Die wichtigsten Anbauländer sind heute Brasilien, die Hawaii-Inseln, Indien, Indonesien, Mexico, die Philippinen, Thailand und Vietnam. Die Hauptlieferanten für Deutschland sind Costa Rica, die Dominikanische Republik, die Elfenbeinküste, Ghana, Honduras und Kenia. Das ganze Jahr über herrscht ein ausreichendes Angebot auf dem Markt. 

 

ananas

Banane – Ginea - botanisch: Musa paradisiaca

Bananen haben eine Menge zu bieten. Viele Balaststoffe, sehr wenig Natrium, dafür einen hohen Gehalt an Kalium. Dazu Kalzium, Eisen, Fluor, Magnesium, Mangan, Selen und Zink. Außerdem die Vitamine der B - Gruppe, sowie Vitamin A, C, und E. Sie sind leicht verdaulich, besonders für Kleinkinder, sowie als Roh- und Diätkost geeignet.
Die Bananenpflanze ist eine großblättrige, meist 6 - 8 Meter hohe Staude, ein Scheinstamm bestehend aus Blattstielscheiden. Jede Pflanze bildet nach höchstens 9monatigem Wachstum einen großen Blütenstand aus mehreren Reihen rotvioletter Blüten, die sich nach und nach von oben nach unten öffnen. Aus jener Blütenreihe entwickelt sich eine "Bananenhand", insgesamt 6 - 19 Hände mit jeweils 10 - 20 Bananen oder "Fingern" (arab. banan = Finger). Der ganze Fruchtstand ist mit 80 - 150, manchmal auch wesentlich mehr "Fingern" bis 40 kg schwer.
Botanisch sind Bananen Beerenfrüchte. Ihre charakteristische leichte Krümmung entsteht dadurch, daß jede Einzelfrucht anfangs nach unten wächst und sich später hormonbedingt, innerhalb weniger Tage, zuerst nach außen und dann nach oben dreht, dem Licht entgegen.

 

banane

Chinola, Passionsfrüchte oder Maracuja

Passionsfrüchte oder Maracujas sind reich an Vitamin C, Eiweiß und Niacin. Der Saft soll schlaffördernde sowie blutdrucksenkende Wirkung haben.
Die zur Familie der Passionsblumengewächse (Passifloraceae) gehörende Passionsfrucht ist eine mehrjährige, rebenartige Kletterpflanze die pro Jahr etwa 5 - 7 m lange Ranken ausbilden kann und insgesamt eine Länge von bis zu 80 m und eine Höhe von bis zu 10 m erreichen kann; der kommerzielle Anbau erfolgt in weinähnlichen Kulturen. Die immergrünen, fein gezahnten, dreilappigen, 7 - 20 cm großen Blätter sind oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits stumpf grünlich gefärbt. Aus den einzeln stehenden, wohlriechenden, 5 - 8 cm großen, an der Basis meist purpurroten und an den Spitzen meist weißen Blüten entwickeln sich die runden bis eiförmigen, 5 - 10 cm großen Früchte mit ihrer typisch glatten, wachsbehafteten, lederartigen, purpurfarbenen bis braunviolette Schale mit schwachen weißen Flecken.
Die Frucht enthält etwa 250 kleine, dunkelbraune bis schwarze, angenehm knusprig schmeckende Samen eingebettet in geleeartige, gelbe bis orange, fleischigen Saft enthaltende Samenbeutel. Sie weist einen sehr aromatischen, angenehm süß-säuerlichen Geschmack auf, der an ein Gemisch aus Pfirsichen,
Marillen, Erdbeeren und Himbeeren erinnert.
Passionsfrüchte stammen ursprünglich aus den Tropen Südamerikas, aus dem Gebiet zwischen Süd-Brasilien, Paraguay und Nord-Argentinien. Im 18. Jahrhundert wurden Passionsfrüchte nach Afrika und weiter nach Australien von wo sie gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch bis nach Hawaii kamen.
Ihren Namen bekamen die Passionsblumengewächse übrigens von Jesuiten des 17. Jahrhunderts, die in der Pflanze Symbole für die Leiden Christis erkannten und sie daher Leidensblume (passio flora) nannten. Sie sahen in den dreigespitzten Blättern Lanzen, in den Ranken Geißeln, in den Blumengriffeln Nägel, in der Narbe einen Schwamm, in den Blütenbodenfäden eine Dornenkrone und in der Zentralsäule der Blüte einen Pfahl.

 

chinola

Cranberry

Cranberries weisen neben einem hohen Eisen und Vitamin-C-Anteil (7-38mg%) einen hohen Ascorbinsäure Gehalt auf. Sie wirken daher günstig auf die Darmflora und fördern die Darm und Blasentätigkeit. Die rote Cranberry ist äußerlich und geschmacklich der heimischen Preiselbeere sehr ähnlich; nur ist sie etwas größer. Sie hat eine kräftig rote Fruchtfarbe und einen angenehm säuerlichen Geschmack.
Cranberry - Pflanzen sind kleine, am Boden rankende, immergrüne Halbsträucher, die feuchte Standorte brauchen. Sie können jährlich Früchte tragen und über 100 Jahre alt werden.     
Herkunft/Saison Heimat und natürliches Verbreitungsgebiet sind die Nordost- Staaten Amerikas und Kanada, in den letzten Jahren auch Chile, Polen und einige osteuropäischen Staaten. Es gibt eine große Anzahl unterschiedlicher Sorten, wobei besonders die amerikanischen "McFarlin", "Searles", "Early Black" und "Howes" weit verbreitet sind. Die Hauptsaison der Cranberry ist von Oktober bis Dezember, wobei sie für den industriellen Bereich ganzjährig lieferbar ist.
Aufgrund des hohen Gehaltes der Beeren an bakteriziden und fungiziden Säuren sind sie besonders lange haltbar.

 

cranberry

Feige

Der Genuss von Feigen hilft gegen Verstopfung. Außerdem heißt es, dass sie die Konzentrationsfähigkeit und die Nerven stärken, für einen reibungslosen Stoffwechsel sorgen und schönes Haar, feste Fingernägel und tolle Haut verleihen sollen.

 

feige

Guave

Guaven gehören zur Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) und wachsen auf bis zu 12 m hohen, immergrünen Bäumen mit auffälligen Stämmen, bei denen sich die Rinde in Streifen gelöst hat und dadurch darunter der grünliche, gebeinartig aussehende Stamm sichtbar wird.
Aus den 2 - 3 cm großen, einzeln oder in kleinen Büscheln auftretenden weißen Blüten entwickeln sich die 5 - 10 cm großen, runden, länglich ovalen oder birnenförmigen Früchte mit einer dünnen, häufig rosa gefärbten, hellgelben Oberfläche, die bei Reife einen starken, süßlichen Geruch verströmen. Darunter befindet sich eine 3 - 12 mm dicke, weiße, gelbliche oder rosafarbene Schicht fein säuerliches bis süßliches, aromatisches Fruchtfleisch. Das Fruchtfleisch in der Mitte, die Pulpe, ist etwas dunkler gefärbt, saftig und enthält die meist gelblichen Samen.

 

guave

Kiwi

Kiwis haben viel Vitamin C: Diese organische Verbindung ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt, stabilisiert das Immunsystem, sorgt für feste Blutgefäße und straffes Bindegewebe, steigert die Konzentrationsfähigkeit und hilft, Stress zu bewältigen.
Die strauchartige Kiwipflanze wird meterlang und an Gerüsten oder Pfählen gezogen. Fast 70 kg Früchte hängen traubenartig an der Pflanze; je mehr, umso kleiner die Einzelfrucht. Die länglich-ovale Kiwi mit der rostbraunen, pelzig-behaarten Haut ist ca. 5-8 cm lang, hat ungefähr 5 cm Durchmesser und 65 bis 100 g Gewicht. Das Fruchtfleisch ist grasgrün mit weißer Mitte und vielen kleinen, schwärzlichen Samenkernen. Der köstliche Geschmack der Kiwi wird gerne als Mischung aus Stachelbeeren, Melone und Erdbeeren beschrieben.       
Die Heimat der Kiwi sind die hochgelegenen Waldgebiete Chinas und Taiwans. Schwerpunktmäßig wird sie heute in Neuseeland angebaut. Dort erhielt sie auch ihren Namen, abgeleitet vom National- und Wappentier Australiens, dem putzigen, in Erdlöchern lebenden flügellosen Waldvogel Kiwi-Kiwi. Angebaut wird sie außer in Neuseeland auch in Australien, Kalifornien, Südafrika, Südamerika und in den Mittelmeerländern. Kiwis haben eine einzigartige Karriere hinter sich. Die saftigen Früchte, die in Deutschland, dem größten Absatzmarkt der Welt, kaum noch als Exoten gelten, sind das ganze Jahr über erhältlich. 

 

kiwi

Limoncillo:  Honigbeere - Mamoncillo , Melicoccus bijugatus 

Es ist mal wieder soweit. Überall auf den Strasse sieht man die Limoncillo – Verkäufer. Diese exotische Frucht ist hier speziell bei Kindern sehr beliebt, ist sie doch so was wie ein Früchte - Bonbon. Man bekommt sie am Zweig, an dem sich bis zu 30 der Früchte befinden. Man beisst auf die etwas harte Schale und zum Vorschein kommt die zuckersüsse Frucht. Oftmals wird sie auch als karibische Litschee bezeichnet, was aber völlig falsch ist. Also achtet auf die Limoncillo Verkäufer unf probiert diese seltene Frucht. Die Samen könnt ihr mitnehmen und eventuell wächst schon bald euer eigenes Limoncillo Bäumchen in eurem Wintergarten. Das ist doch ein tolles Samana Souvenir fürs Leben.
Familie: Sapindaceae, Seifenbaumgewächse 
Synonyme: Melicoccus bijugata, Spanish Lime, Honeyberry, Mamoncillo, Knippa
Dominikanischer Name:  Limoncillo
Herkunft: Verbreitung: Süd- und Mittelamerika, ganze Karibik 
Habitus: langsamwüchsiger, zweihäusiger, kurzzeitig Laub abwerfender Baum bis zu 25 m mit ausladenden Ästen und einer glatten grauen Rinde und.
Laub: wechselständig angeordnete, zusammengesetzte dunkelgrüne Blätter (elliptisch bis 12 cm lang und 5 cm breit)
Blüte: Die kleinen, duftenden grünlich-weißen, 4-petaligen Blüten erscheinen in bis zu 10 cm langen Blütentrauben am Zweigende (männliche und weibliche Blüten sitzen meist auf getrennten Bäumen, wobei einige auch zweigeschlechtlich sind)
Frucht: eiförmigen bis runden, grünen Früchten mit dünner, ledriger Schale in großen herabhängenden Trauben. Das durchsichtige, hellgelbe oder auch lachsfarbene saftige Fruchtfleisch hat je nach Art einen süß - sauren Geschmack 
Verwendung: die eßbaren Früchte werden roh verzehrt oder für kalte Getränke verarbeitet. Die Samen sind geröstet eßbar und gekochte Samen sind ein guter Ersatz für Cassava (Maniok).
Vermehrung: Samen gut waschen und ca. 24 Std. einweichen, ca. 1-2 cm tief in Kokohum oder einer Mischung aus Anzuchterde und Sand oder Perlite/Vermiculite aussäen.
Alternativ: In eine durchsichtige Plastiktüte mit feuchtem Kokohum geben,  verschließen und an einen warmen Platz legen bis die Keimung erfolgt
Aussaatzeit:      ganzjährig > nur frische Samen keimen zuverlässig
Keimtemperatur: konstante 25 °C im Keimbeutel (gefüllt mit Kokohum)
Keimzeit:  ca. 3 Wochen
Standort: sonnig
Substrat: gutes wasserdurchlässiges Substrat, mit Sand und Blähton gemischt
Gießen/Düngen: leicht feucht halten, kalkfreies Wasser verwenden, nur temperiert, mit organischem Dünger von April bis September alle zwei Wochen
Überwinterung: hell bei mind. 10 - 15ºC und nur soviel wässern, daß der Wurzelballen nicht völlig austrocknet. Ältere Exemplare können hell bei 5-10ºC überwintert werden und vertragen auch kurzzeitig Temperaturen unter dem Gefrierpunkt

 

limoncillo

Litschi

100 Gramm frische Litschis enthalten 40 Milligramm Vitamin C. Darüber hinaus birgt das Obst aus Südchina viel Kalium sowie etwas Kupfer und Magnesium.
Litchis wachsen büschelweise an halbhohen Bäumen. Die leuchtend roten bis braunen Früchte haben einen Durchmesser von 3-4 cm. Die Haut der Litchi ist spröde und von noppenartiger Struktur. Das unter der Schale sitzende saftreiche Fruchtfleisch ist weißlich, perlmuttartig durchschimmernd und von einem feinen, säuerlich-süßen, an Muskat erinnernden Geschmack. Im Inneren der Frucht befindet sich ein haselnussgroßer, ungenießbarer Kern.           
Litchis wurden bereits vor 3 000 Jahren im alten China kultiviert. Die Litchi gilt in China als die feinste aller Früchte. Heute wird sie in vielen subtropischen Gebieten der Welt angebaut wie z. B. Asien, Südafrika, Madagaskar, Neuseeland, Brasilien, Israel. Die Frischfruchtimporte kommen von Anfang Dezember bis in den Sommer hinein auf unseren Markt.

 

lichi

Mango

Die Zeiten scheinen vorbei zu sein, in denen die importierten Mangos einen terpentinartigen Nachgeschmack (wie "Spülmittel") hatten und voller Fasern waren. Den Markt erreichen jetzt endlich auch die weiteren Sorten. Mangos werden hartreif geerntet, da sie sonst nicht transportfähig wären. Im Normalhandel werden die Früchte deshalb einem Heißwasserbad von 55°C und einer Wachsbehandlung unterzogen. Die Farbe der Frucht kann auf Grund der Vielzahl der Sorten wenig über den Reifegrad aussagen. Eine halbreife Mango gibt auf Druck bereits etwas nach. Sie beginnt auch ihren typischen Geruch auszuströmen. Unreifere Mangos lassen sich bei Zimmertemperatur nachreifen, in einer Plastiktüte zusammen mit Äpfeln wird dieser Prozeß beschleunigt. Von einer Lagerung im Kühlschrank wird abgeraten, da sie leicht an Geschmack verlieren. Lange Zeit läßt sich eine reife Mango nicht aufbewahren, da sie nach ein bis zwei Tagen anfängt zu gären. Unreif gekaufte Mangos sollten spätestens nach 3 Tagen nachgereift und verzehrbar sein, sonst sind diese vor der Baumreife bereits geerntet worden.

Verzehr: Die Mango eignet sich hervorragend zum Filetieren und Dekorieren ihres Frühstückstisches. Bei größeren Mangos ist die Herstellung eines "Mango-Igels" einfacher und dies ist eine saubere Angelegenheit.

Die reife Mango wird hochkant gestellt und mit einem scharfen Messer entlang am Kern senkrecht nach unten geschnitten, so dass sich zwei große Hälften ergeben. Bei sauberem Schnitt ist am flachen Kern kaum noch Fruchtfleisch übrig. Ohne die Schale zu zerstören, kann in die Hälften ein Gittermuster eingeritzt werden. Danach die Hälften aufklappen. Bei wilden, nicht behandelten Mangos können Sie einmal versuchen, die Frucht mit der Schale zu verzehren.

Mangos sind in den meisten Anbauländern das ganze Jahr über verfügbar. Die Hauptsaison reicht von April bis Juli. Der kleine Produzent Spanien hat seine Spitzenzeiten im Oktober/November. Die vielleicht bekannteste spanische Sorte ist die "Sensation" und macht ihrem Namen alle Ehre. Klein, rotschalig, ohne Fasern und supersüß. In den Tropen werden unzählige Sorten, wie bei uns die Äpfel, angeboten.

Herkunft: Ursprung der Mango wird an den Südhängen des Himalaya vermutet. Schon vor 4000 Jahren wurde sie in Indien (im Staat Assam) kultiviert. Beheimatat ist sie daneben in Malaysia und Südchina. Nach Bananen ist die Mango die wichtigste tropische Fruchtart. 75% davon werden in Asien, nur 10% in Afrika, Nord- und Zentralamerika produziert.Die größten Produzenten nach Indien sind Mexiko, China, Pakistan, Thailand, Indonesien, Nigeria, die Philippinen und Brasilien.

 

mango

Mameyapfel, Mammiapfel - MammeeApple (Mammea americana)

Der Mameyapfel ist in den Tropengebieten Amerikas und der Karibik beheimatet und stand schon vor der Ankunft Kolumbus' auf dem Spei­seplan der Indianer. Seine Bäume tragen große, gelbe oder rotbraune Früchte, die bis zu 15 cm dick werden können. Unter ihrer dicken, bitte­ren Schale verbirgt sich süßes, orangerotes Fruchtfleisch mit einigen großen, dunklen Sa­men. Mameyäpfel können roh verzehrt werden; ebenso köstlich sind sie jedoch als gedünstete Nachspeise, die sehr einfach zuzubereiten ist: Zwei Teile Zucker werden in einem Teil Wasser aufgekocht und unter Rühren aufgelöst. Das Fruchtfleisch wird fein gewürfelt und mit etwas Zimt und Muskat einige Minuten im Sirup geköchelt. Vom Herd nehmen, sobald die Masse dickflüssig wird, abkühlen lassen und dann kalt­stellen. Zum Servieren in Dessertschalen füllen und mit Schlagsahne garnieren. Im unreifen Zustand werden Mameyäpfel zu Marmelade und Gelee verarbeitet, und ihre äußerst duftinten­siven Blüten ergeben einen sehr aromatischen Likör. Auf einigen Inseln stellt man privat aus den Früchten auch Wein her, denn es lässt sich aus dem Fruchtfleisch ein wohlschmeckender Obstwein zubereiten, der voller Stolz präsentiert wird. Die Familienrezepte zur Herstellung eines solchen Weins werden aber selbstverständlich nicht an Außenstehende weitergegeben.

 

mameyapfel

Netzannone, Rahmapfel, Ochsenherz - Custard, SugarApple (Annona reticulata)

Der Annonenbaum ist in den Tropenregionen Amerikas und in der Karibik beheimatet. Er wächst bis zu 6 m hoch. Seine Blüten sind oliv­grün oder gelb und wachsen traubenförmig in den Blattachseln. Die Früchte sehen aus wie Knötchen, die sich wie Trauben zu einer Herz­form zusammenschmiegen. Die Färbung zeigt den Reifegrad an: je heller, desto reifer. Das Innere besteht aus weißem, süßem, gekörntem Fruchtfleisch, das geschmacklich an Vanille-creme erinnert. In der Karibik wird es meist roh als Dessert verzehrt. Es eignet sich ebenso als Zutat für erfrischende Getränke, selbstgemachte Eiscreme oder Fruchtsalat. Die etwas seltsame Form dieser Frucht erfordert einige Erfahrung  beim Öffnen. Ein einfaches und äußerst erfrischendes Dessert lässt sich aus dem Frucht­fleisch von vier Netzannonen zubereiten, das zusammen mit 50 g Puderzucker püriert wird. Gut gekühlt in gläserne Dessertschalen füllen und mit einem Häubchen aus 30 ml Crème double pro Portion garnieren.

 

rahmapfel

Papaya

Die zur Familie der Melonenbaumgewächse (Caricaceae) gehörende, palmenähnlich aussehende Papaya ist ein schnellwachsendes, 3 bis 4 m hohes, verholztes, latexhältiges Kraut mit hohlen, grünen oder purpurfarbenen, unverzweigten und geraden Stämmen. Die Stämme tragen an ihren Spitzen einen Schopf spärlich wirkender, langgestielter, mehrfach tief eingeschnittener, ledriger Blätter mit einer Länge von 30 bis 100 cm und einer Breite von 30 bis 60 cm. Die Blüten sind fleischig, wachsfarben und wohlriechend.
Die traubenartig auf den Bäumen wachsenden, meist birnenförmigen, seltener rundlich oder länglich geformten Papayas haben eine ursprünglich grüne und bei Reife gelbe, dünne und ledrige Schale, oftmals mit einer orange gefärbten Stelle. Das hell orange oder rosafarbene Fruchtfleisch, in dessen Mitte sich die bis zu 700 schwarzen, etwa 3 mm kleinen, essbaren Samenkörner befinden, weist einen melonenartigen Geschmack auf.
Die Papaya stammt wahrscheinlich ursprünglich aus dem zentralamerikanischen Gebiet, wahrscheinlich aus dem südlichen Mexiko, und wurde von den Indianern Mittlamerikas und Brasiliens bereits in vorkolumbianischer Zeit kultiviert. Spanische Seefahrer lernten den Melonenbaum in Panama kennen und brachten die Pflanze von dort auf die Westindischen Inseln und Mitte des 16. Jahrhunderts nach Manila sowie Ende des 18. Jahrhunderts nach Asien. Papaya werden heute in allen tropischen und subtropischen Gebieten dieser Erde angebaut.
Der Name Papaya ist vermutlich auf die Bezeichnung ababai zurückzuführen, die in der Sprache der karibischen Ureinwohner soviel wie Baum der Gesundheit bedeutet. Zweifellos war den Indianern die Heilkraft und die wohltätige Enzymwirkung des Papains bekannt.

 

papaya

Stachelannone, Sauersack  - Soursop (Annona muricata)

Dieser äußerst schnell wachsende Baum kommt ursprünglich aus Südamerika, doch gedeiht er mittlerweile auf fast allen karibischen Inseln. Er kann bis zu 9 m hoch werden. Seine Blüten sind gelblich-grün, und die Früchte sind äußerst groß: Sie können bis zu 25 cm lang werden und ein Ge­wicht von 3-4 kg erreichen! Das Äußere der Stachelannone (auf den spanischsprachigen Inseln Guanábana genannt) ist grün und mit zahlreichen Stacheln besetzt. Das weiße, mit dunklen Kernen durchsetzte Fruchtfleisch be­sitzt ein intensives Aroma. Die Stachelannone ist als Saft und Eiscreme sehr beliebt; ebenso als erfrischender Snack an den heißen karibischen Tagen. Dazu werden die Kerne entfernt, das Fruchtfleisch mit einer Gabel zerteilt und die Frucht mehrere Stunden gekühlt.
Ist die Erntezeit der Stachelannone gekom­men, sieht man sie auf jedem zweiten Markt­stand. Mit ihrer außergewöhnlichen Form fügt sie dem bekannten Marktangebot eine interes­sante optische Facette hinzu. Auch ihr unver­wechselbares Aroma macht neugierig. Eiscremeverkäufer, die am Straßenrand oder in kleinen Eisdielen selbstgemachte Eiscreme verkaufen, bieten nun diese saisonale Geschmacksrichtung voller Stolz an. Soursop flavor, please - eine Eis­cremebestellung, auf die man sich schon das ganze Jahr freut, denn die Stachelannone hat auf Puerto Rico fast Kultstatus. Dieses Eis lässt sich leicht herstellen: Zwei Teile gesüßte karibische Dosenmilch (die mit unserer heimischen Dosenmilch nicht zu vergleichen ist. Als Ersatz eignet sich jedoch hervorragend die gesüsste Kondensmilch von Landmädchen!) und ein Teil ungesüßte Kondensmilch werden mit einigen Eßlöffeln Maisstärke und Wasser aufgekocht, bis die Masse eindickt. Nun kommt das Fruchtfleisch hinzu. Abgeschmeckt wird mit etwas Vanillearoma, Zimt und Muskat. Alle Zutaten werden nochmals sorgfältig durch­gerührt, dann wandert das Eis in den Tiefkühlschrank. Ähnlich wie ein Sorbet wird es nun in Abständen von einigen Stunden durchgerührt und wieder eingefroren, bis das Ganze völlig cremig geworden ist. Auf diese Weise kühlt man an heißen Tropentagen Körper und Geist!

 

sauersack

Wassermelone

Die Wassermelone kann 15 kg und mehr an Gewicht erreichen. Ihr Fruchtfleisch enthält noch mehr Wasser als das der Zuckermelone – bis zu 95 %. In der warmen Jahreszeit ist die süßliche Wassermelone ein idealer Durstlöscher.  Wassermelonen sind außerordentlich kalorienarm. Ihr Hauptwert liegt in der erfrischenden, durstlöschenden Wirkung. Die Wassermelone wird heute weltweit angebaut: in Südeuropa, Nordafrika, im Süden der UdSSR, in den USA, in Südamerika, Japan, China, d. h. in den Tropen und Subtropen der ganzen Welt. Die wesentlichsten Importe kommen von Mai bis Ende September aus Spanien, Italien, Ungarn, Griechenland und in der Vorsaison aus Israel.
 Mit Klarsichtfolie bedeckt, kann man die Schnittflächen der angeschnittenen Wassermelone mehrere Tage im Kühlschrank frisch halten.

 

wassermelone

Sapote

Die Sapote hat ihr Herkunftsgebiet in dem feuchttropischen Tiefland des südlichen Mexikos bis Nicaragua. Sie wurde von 600-1500m.ü.M. angebaut und verbreitete sich auch natürlich in Zentralamerika und im tropischen Südamerika. Die Sapote existiert in Florida seit über einem Jahrhundert. Sie ist heute in der Karibik und Südamerika weit verbreitet, seltener ist sie in Südostasien anzutreffen und dort vor allem auf den Philippinen. Ebenfalls ist sie in Puerto Rico, Cuba und der Dominikanischen Republik anzutreffen.
Botanik: Dieser immergrüne, einhäusige Baum wird 30m hoch und wirft in Trockenzeiten sein Laub ab. 
Die weiss-gelblichen, kleinen Blüten stehen in Gruppen von 6-12 an jungen Ästen.
Die wechselständigen Blätter sind verkehrt - eiförmig und besitzen die Masse 10-30cmx4-10cm. Sie besitzen 2-5cm lange Blattstiele.
Frucht : Die Frucht ist eine 1samige Beere, die bis zu 20cm gross werden kann. Sie ist rund bis oval, teilweise zugespitzt. Sie wird von einer derben, 1,5mm dicken, braunen Schale umgeben. Bei Vollreife ist die Haut rötlich gefärbt. Das Fruchtfleisch trägt eine kräftige orangerote Färbung und hat eine saftige, weiche, breiig-faserige Konsistenz. Der dunkelbraune, 10cm lange Samen besitzt einen hellen Längsstreifen.
Kultur, Pflege & Ernte : Die Mamey sapote liebt warmes, niederschlagreiches tropisches Klima. Sie wird bis auf 1000m.ü.M. angebaut. Sie trägt erstmals ab dem 8.-10. Lebensjahr. Die Handelsfrüchte werden unreif per Hand geerntet, sie reifen rasch nach. Vollreif sind sie nur kurz lagerbar. Die Vermehrung geschieht über Kultivare, die auf Sämlinge veredelt werden.
Verarbeitung: Sie wird als Obst, direkt aus der Schale gelöffelt. Sie kann zu Marmelade verarbeitet werden. Sie wird auch gerne als Dessertfrucht verwendet. Püriert und mit Wasser oder Milch gemischt erhält man einen erfrischenden Saft. Auch der Kern der Mamey sapote ist essbar. Gekocht oder geröstet und mit Kakao gemischt braucht man ihn bei der Herstellung von Schokolade.
Nährwerte & Inhaltsstoffe Pro 100g:
418kJ(107kcal)
2g Ballaststoffe
65,6g Wasser
115mg Vit. A
1,7g Eiweiss
22mg Ascorbinsäure
31,1g Kohlenhydrate
0,4g Fett, Unreife Früchte enthalten viel Gerbsäure und sind ungeniessbar!  
Geschmack: Ihr Geschmack ist sehr süss und Caramel ähnlich.  
Medizinischer Nutzen: Das Öl des Samens wird zur Herstellung eines Tonikums verwendet, das gegen Haarausfall helfen soll.

 

sapote

Zuckermelone - Galiam

Melonen zählen als Früchte einjähriger krautiger Pflanzen eigentlich zum Gemüse, vom Konsumenten werden sie aber als Obst verzehrt. Melonen bestehen zu 90 % aus Wasser. Erwähnenswert ist ihr Gehalt an Zucker, Phosphor und Calcium sowie an Provitamin A und Vitamin C.
Zuckermelonen können die Größe eines Kopfes erreichen und bis zu 4 kg schwer werden. Im Innern haben sie eine Höhlung, in der, in drei oder mehr Fächer unterteilt, reiche platte, weiße Samen sitzen, die sich leicht herausschaben lassen.    

Die Herkunft der Zuckermelone gilt nicht als gesichert - entweder die subtropischen und tropischen Steppengebiete Afrikas oder Vorderasien und das südliche Asien. Anbau erfolgt in allen wärmeren Ländern, vor allem in den Mittelmeerländern Spanien, Frankreich, Portugal, Italien, Israel. Zuckermelonen sind ganzjährig im Angebot mit Hauptsaison im Sommer. Außereuropäische Importe erhalten wir je nach Saison aus Südafrika, Israel, Neuseeland, aus Ecuador, Mexiko, Chile und Kolumbien. Die Spitze teilen sich die Mittelmeerländer und Südamerika.


netzmelone

Zuckermelonen-Typen

Honigmelonen sind von leuchtend gelber Farbe. Ihre dünne, glatte Schale ist mehr oder weniger gerippt oder narbig gefurcht. Das Fruchtfleisch ist weißlich bis zartgrün. Ihr Name deutet es an: Die Honigmelone ist sehr süß, von köstlichem Aroma und sehr wohlschmeckend.

Die Netzmelone ist mittelgroß und plattrund. Ihre Schale ist von einem weißlichen, korkartigen Netz überzogen. Das orangene bis grüne Fruchtfleisch ist sehr aromatisch.

Galiamelonen sind eine große, bis zu 1,5 kg schwere Variante der Netzmelonen. Die Schale, leicht grün gerippt, ist von gelblicher Farbe. Das weißliche Fruchtfleisch ähnelt dem der Honigmelone. Die Galiamelone ist süß und aromatisch, das in der Konsistenz an Nektarinen erinnernde Fleisch zartschmelzend.

Kantaloupe-Melonen stammen ursprünglich aus Cantalupo bei Ascona in Italien. Kantaloupe-Melonen sind rund bis platt und relativ klein. Bisweilen sind die meist stark gerippten Früchte der echten Kantaloupe-Melone mit Warzen bedeckt, aber niemals genetzt.

Die zur Gruppe der Kantaloupen gehörende Charentais-Melone zeichnet sich durch ihr sehr dunkles aprikosenfarbenes Fleisch aus. Die Schalenfarbe variiert von weißgrün über hellgelb bis sandgelb, meist durchzogen von dunkleren Streifen. Die glatte Haut ist durch Rippen deutlich markiert. Diese süßen und aromatischen Melonen sind die köstlichsten im Angebot. Ihr Geschmack erinnert an Papayas oder Ananas.

Ogen-Melonen zählen ebenfalls zu den Kantaloupen. Diese Züchtung aus einem israelischen Kibuz ist ziemlich klein (0,5-1 kg). Ihre Schale ist glatt und grünlich glänzend. Das weißlich- bis gelblichgrüne Fleisch schmeckt fruchtigaromatisch und leicht säuerlich.

 

Noni

Die alten Bewohner der Südsee kannten eine Pflanze,welche von den Einheimischen auch NONI genannt wird, deren Saft den Patienten von den zuständigen Medizinmännern bei fast jeder Krankheit eingeflößt wurde. Erstaunlicherweise half das in den meisten Fällen. Diese Pflanze hat sich im ganzen Pazifik verbreitet und durch seine Robustheit wurden wohl Samen durch das Meer auch bis in die Karibik getragen. Auf Samana gibt es überall Nonisträucher, die wild wachsen. Von den Einheimischen wird sie Guayaba del Perro genannt und nur wenige wissen von der Wirkung der Nonifrucht. Es gibt aber alte Medizinmänner, die sehr wohl über die Kraft der Noni wissen.

mehr Infos auf unserer speziellen Noni Seite

noni
Exotisches Gemüse findet man unter diesem Link